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15.04.2012

09:56 Uhr

Uno-Beobachter in Syrien

Assads Aufpasser reisen an

Die Uno macht ernst. Die ersten Beobachter der Vereinten Nationen werden heute in Syrien erwartet. Dort ist die Waffenruhe zwischen Regime und Opposition mehr als brüchig.

Der Uno-Sondergesandte Kofi Annan hat die Entsendung von Beobachtern der Vereinten Nationen nach Syrien erreicht. dpa

Der Uno-Sondergesandte Kofi Annan hat die Entsendung von Beobachtern der Vereinten Nationen nach Syrien erreicht.

BeirutDie ersten UN-Beobachter sollen bereits am Sonntag in Syrien eintreffen. Ein Voraus-Team aus sechs Beobachtern zur Überwachung des Waffenstillstandes sollten innerhalb von 24 Stunden in das Land reisen, kündigte der Sprecher des Syrien-Gesandten Kofi Annan am Samstag unmittelbar nach einer Resolution des UN-Sicherheitsrates an. Ihre Arbeit sollten sie bereits wenig später aufnehmen.

Weitere Experten würden in den nächsten Tagen erwartet. Syrische Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig den Bruch der seit Donnerstag geltenden Waffenruhe vor. Nach Angaben der Opposition sind am Samstag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen.

Opposition: Regierungskräfte beschießen Homs

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Der UN-Sicherheitsrat hatte die Entsendung von Beobachtern am Samstag gebilligt, nachdem sich auch Russland mit dem Resolutionsentwurf einverstanden erklärte. Der Sicherheitsrat machte den Weg für zunächst 30 Erkunder frei. Sollte die Gewalt in dem Land nicht enden, würden weitere Schritte geprüft. Bei dem seit 13 Monaten andauernden Volksaufstand gegen Präsident Baschar al-Assad sind nach Berechnungen der Vereinten Nationen mehr als 9000 Menschen getötet worden.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Thomas-Melber-Stuttgart

15.04.2012, 10:25 Uhr

Eine Beobachtermission gab es ja schon einmal. Auch ein umfangreicher Bericht wurde erstellt. Nur seltsam, daß dessen Inhalt nicht publiziert wurde. Vielleicht weil darin die sog. "Rebellen" gar nicht so gut wegkamen?

eks

15.04.2012, 11:50 Uhr

Mit etwas Mühe vielleicht dürfte der Bericht der damaligen Beobachtermission vielleicht doch zugänglich sein, Ernsthaftigkeit in der Sache natürlich vorausgesetzt.
Und die UNO ist ja keine Geheimorganisation.

Umso begrüssenswerter, dass sich die UNO zu einer weiteren, wie es aussieht, Sondierung entschliessen konnte.

Die Lage wirkt recht komplex und bei so etwas wird es schwierig. Jedenfalls kann es nicht angehen, dass der Weltfrieden aus welchen partikular oder höher sich wähnenden Interessen heraus auch immer aufs Spiel gesetzt wird.

nachtrag

15.04.2012, 11:57 Uhr

Und dabei noch einen Hinweis: Wessen Aufpasser reisen denn nun in den Augen des HB nun ein?
Die Aufpasser Assads, die Aufpasser auf Assad, die Aufpasser auf hochfinanzierte Rebellen oder einfach nur die Aufpasser der UNO?

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