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18.11.2016

12:22 Uhr

Uno-Bericht

Scharfe Kritik an Australiens Migrationspolitik

Australien will Menschenschmuggler abschrecken und verfrachtet Flüchtlinge, die das Land per Boot erreichen wollen, in Internierungslager im Ausland. Die Uno ist empört und reagiert mit scharfer Kritik.

In Australien gehen Menschen auf die Straße, um für die Aufnahme von Asylsuchenden zu demonstrieren. Greenpeace-Anhänger erobern auch das Wasser. AFP; Files; Francois Guillot

Asylsuchende

In Australien gehen Menschen auf die Straße, um für die Aufnahme von Asylsuchenden zu demonstrieren. Greenpeace-Anhänger erobern auch das Wasser.

SydneyScharfe Kritik an Australiens Migrationspolitik: Die Abfertigung von Asylsuchenden in ausgelagerten Internierungslagern sei grausam, inhuman und menschenunwürdig, sagt François Crépeau, der UN-Berichterstatter für die Menschenrechte von Migranten. Am Freitag kritisierte er die Regierung in Canberra nach einem Besuch in dem umstrittenen Lager auf der Pazifikinsel Nauru deshalb scharf.

„Australien ist verantwortlich für die Schäden, die diese Asylsuchenden und Flüchtlinge durch die ungewollte Gefangenschaft erleiden“, sagte Crépeau. „Australien würde selbst scharf protestieren, wenn seine eigenen Landsleute, besonders Kinder, so behandelt würden.“

Australien interniert Bootsflüchtlinge, die das Land erreichen wollen, in Auffanglagern in pazifischen Nachbarstaaten. Die Regierung will damit Menschenschmuggler abschrecken, die diesen Menschen eine Zukunft in Australien versprechen. Deshalb darf niemand aus diesen Lagern je australischen Boden betreten. Anerkannte Asylanten werden in Drittländern angesiedelt. Nach Angaben der Regierung haben die USA die Aufnahme einiger Flüchtlinge zugesagt.

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Beim Thema Flüchtlinge gilt Australien als Hardliner. Auf Inseln wie Nauru werden Flüchtlinge unter katastrophalen Lebensumständen in Lagern untergebracht. Ein Deal mit den USA könnte die Situation entschärfen.

„Es ist ein fundamentales Prinzip der Menschenrechte, dass eine Person nicht bestraft werden kann, um andere abzuschrecken“, sagte Crépeau. Man könne Flüchtlinge, die mit dem Boot ankommen, nicht anders behandeln als solche, die vorher Anträge gestellt hätten. Australien akzeptiert nur Flüchtlinge, die sich aus UN-Flüchtlingslagern im Ausland um Aufnahme bewerben.

Menschenrechtler kritisieren die Zustände in den australischen Auffanglagern seit langem scharf. Amnesty International sprach von einem Freiluftgefängnis und Folter. Die Lage der Menschen sei desolat, ihre Sicherheit nicht gewährleistet. Sie dokumentierten Übergriffe der örtlich angestellten Wachen. Die Flüchtlinge erlitten ernsthafte physische und mentale Qualen, sagte Crépeau. Nach der Statistik der Regierung sind mehr als 1200 Menschen in den Lagern in Nauru und auf der Insel Manus im Nachbarstaat Papua-Neuguinea.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Alessandro Grande

18.11.2016, 14:31 Uhr

Die Empörung der UNO gegenüber Australien und deren einzig richtiger Migrationspolitik zeigt doch eigentlich nur, wie bescheuert die Welt mittlerweile ist, die Europäer und Deutschland ganz vor an!
Denn man kann innerhalb der etablierten Länder inkl. derer geschlossener System aus Steuern, Rente, Soziales etc. nicht die ganze Welt aufnehmen und falls Ihr in der UNO es noch nicht bemerkt hat ist das vermeintliche Flüchten mittlerweile zur Modeerscheinung geworden, welche sich Dank Facebook und What´s App, beides eh volksverdummende Medien, noch ultraschnell beschleunigt.
Deshalb "Weiter so, Australien!" und "Herzliches Beileid, vor allem treudoofes Deutschland!"

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