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03.11.2016

16:45 Uhr

Uno-Bericht

Weitere Beschlüsse zu Kürzung von CO2-Ausstoß nötig

Die Vereinten Nationen haben weitere Beschlüsse zur Verringerung des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes verlangt. Die zugesagten Kürzungen reichten nicht aus, um die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen.

Der Leiter des Uno-Klimaprogramms warnt vor einem nicht mehr wieder gut zu machenden Fehler. AP

Erik Solheim

Der Leiter des Uno-Klimaprogramms warnt vor einem nicht mehr wieder gut zu machenden Fehler.

LondonDie Vereinten Nationen haben weitere Beschlüsse zur Verringerung des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes verlangt. Die im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagten Kürzungen reichten nicht aus, um die Erderwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, heißt es in einem Uno-Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Insgesamt dürfe die Menge des ausgestoßenen Treibhausgases bis 2030 auf 54 bis 56 Milliarden Tonnen steigen. Um die Zwei-Grad-Grenze einzuhalten, seien dann aber maximal 42 Milliarden Tonnen nötig. „Wenn wir jetzt nicht damit anfangen, beim nächsten Klimatreffen in Marrakesch aktiv zu werden, werden wir über die vermeidbare menschliche Tragödie trauern“, sagte Erik Solheim, Leiter des Uno-Klimaprogramms.

Das Klimaabkommen von Paris soll am Freitag formal in Kraft treten. Vertreter der fast 200 Unterzeichnerstaaten treffen sich ab der kommenden Woche in der marokkanischen Stadt Marrakesch, um über die Umsetzung der Pläne zu sprechen.

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Selbst wenn alle Zusagen von Paris umgesetzt würden, werde die Erde sich um 2,9 bis 3,4 Grad erwärmen, heißt es im Bericht. Zwei Grad gilt aber als Maximum dessen, was gerade noch beherrschbar ist. Im Weltklimavertrag haben die Staaten zugesichert, dass man das Plus deutlich unter zwei Grad halten wolle.

Deutschland wollte in Marrakesch den Weg zur Erfüllung seiner Verpflichtungen mit einem „Klimaschutzplan 2050“ demonstrieren. Doch monatelanger Streit über die Beiträge einzelner Sektoren wie Verkehr, Energie- oder Landwirtschaft verhinderten bislang einen Beschluss des Plans im Bundeskabinett.

Von

rtr

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