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27.04.2012

21:58 Uhr

Uno in Syrien

Logistikprobleme bremsen Beobachtermission aus

Wiederkehrende Meldungen über Verstöße gegen die Waffenruhe in Syrien geben der Beobachtermission der Uno Dringlichkeit. Doch erst müssen Beobachter ausgewählt und geschult werden - und Syrien macht Ärger mit den Visa.

Ein Auto ist mit UN-Beobachtern in Syrien unterwegs. dpa

Ein Auto ist mit UN-Beobachtern in Syrien unterwegs.

New YorkDie Beobachtermission der Vereinten Nationen in Syrien wird von einem norwegischen General angeführt. Generalmajor Robert Mood wurde am Freitag in New York zum Chef der künftig bis zu 300 UN-Experten berufen.

Die unbewaffneten Soldaten sollen die Waffenruhe überwachen, die eigentlich seit dem 10. April gilt. Tatsächlich werfen Uno und Menschenrechtler aber vor allem dem Regime vor, die Waffenruhe immer wieder zu brechen.

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Dort sind derzeit erst 15 Beobachter. Sie gehören zu einem Vorauskommando, das die eigentliche Mission vorbereiten soll. Das hatten eigentlich bis zu 30 Männer und Frauen sein sollen, tatsächlich sind es derzeit kaum mehr als ein Dutzend.

Amateurvideo-Standbild von Blauhelm-Beobachtern in Daraa, Syrien. dapd

Amateurvideo-Standbild von Blauhelm-Beobachtern in Daraa, Syrien.

Obwohl der Sicherheitsrat vor einer Woche die eigentliche Beobachtermission mit bis zu 300 Mann autorisiert hatte, kommt die Aufstellung der Expertengruppe nur langsam voran. Hintergrund sind technisch-logistische Schwierigkeiten bei der Vorbereitung, die Syrer machen aber auch Probleme bei der Erteilung der Visa. So war einem schwedischen Beobachter die Einreise verweigert worden, was im Sicherheitsrat auf heftige Kritik gestoßen war.

Der neu ernannte Leiter der Beobachtermission habe Erfahrungen im Führen von Verbänden und zudem profundes Wissen über Friedensmissionen, hieß es von den Vereinten Nationen. Mood leitete von 2009 bis 2011 die UN-Friedensmission zur Wahrung des Waffenstillstandes im Nahen Osten (UNTSO). Der älteste Einsatz mit Mandat der Vereinten Nationen läuft bereits seit 1948.

Bereits in den 80er Jahren hatte Mood im Libanon Erfahrungen als Blauhelm-Soldat gesammelt. Außerdem gehörte er zwischen 1999 und 2002 zwei Mal der KFOR-Truppe im Kosovo an, 2005 wurde er Generalstabschef der norwegischen Armee. Der Norweger soll in der nächsten Woche in Syrien eintreffen.

Kommentare (3)

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Torsten_Steinberg

27.04.2012, 23:13 Uhr

Tut mir leid, aber das scheinen alles Lügengeschichten zu sein, und wenn das Handelsblatt glaubt, solche unreflektiert präsentieren zu können, diskreditiert sich diese Zeitung selbst.

Wenn es heißt, erst"erst müssen Beobachter ausgewählt und geschult werden", möchte ich daran erinnern, dass die UN ihrerseits mit Blick auf ihren großen Erfahrungsvorsprung der Arabischen Liga angeboten hatte, deren ineffizient agierende Beobachter schulen zu wollen. Jetzt behauptet die UN angeblich, selber nur eine Handvoll ausgebildeter Beobachter stellen zu können. Und was die Probleme betrifft, welche die syrische Regierung in Angelegenheiten der Visaerteilung bereitet, so ist nachweislich bisher davon genau ein einziger Beobachter betroffen. Auch das kann also der Grund nicht sein, warum an Stelle von 300 Beobachtern, die dringend und sofort benötigt würden, bisher erst ein gutes Dutzend im Lande ist. Darum: Hört endlich auf mit Euren elendigen Lügengeschichten und recherchiert nach den wahren Gründen, warum das Mandat nicht wahrgenommen wird. Es geht um Menschenleben!

Account gelöscht!

27.04.2012, 23:53 Uhr

thorsten dem ist nichts hinzuzufügen, die medien zeigen sich insbesondere im letzten jahr von ihrer schlimmsten seite, wofür gibts pressefreiheit, wenn sich die presse nicht die freiheit nimmt mal ein paar kritische fragen zu stellen.

z.b. warum gerade jetzt syrien so unglaublich wichtig ist und wer diese "rebellen" eigentlich sind und was sie tun. das sind nichts anderes als terroristen, dieselben die in lybien gekämpft haben. für mich ist das handelsblatt und auch alle anderen großen medien von der glaubwürdigkeit absolut tot, solange bis mal erklärt wird was hier wirklich läuft, weil diejenigen die anordnen wie über das ganze zu schreiben ist die wissen was wirklich sache ist.

Thomas-Melber-Stuttgart

28.04.2012, 06:19 Uhr

Logistische Probleme? Wahrscheinlich gibt es nicht genug Unterkünfte oder die Farbe (bzw. Folie) zum Umlackieren und Beschriften der VN-Fahrzeuge ist gerade aus. Die VN-Barette gibt's übrigens im NATO-Shop.

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