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03.05.2014

11:49 Uhr

Uno prangert an

Folter in Mexiko „weit verbreitete“ Praxis

Die Uno kritisiert Mexiko in einem Bericht scharf: Demnach ist Folter in dem Land durch Polizisten und Soldaten weit verbreitet. Opfer würden geschlagen und getreten, mit Elektroschocks oder sexuell misshandelt.

Die mexikanische Polizei bei der Festnahme von Drogenboss Joaquin Guzman Loera. dpa

Die mexikanische Polizei bei der Festnahme von Drogenboss Joaquin Guzman Loera.

Mexiko-StadtFolter ist in Mexiko laut einem Bericht der Vereinten Nationen „weit verbreitet". Verdächtige würden oftmals direkt nach ihrer Festnahme von Polizisten und Soldaten gefoltert, sagte der UN-Sonderberichterstatter Juan Méndez am Freitag. Die Taten blieben in der Regel ungestraft. Die Opfer würden geschlagen und getreten, mit Elektroschocks attackiert oder sexuell misshandelt, erklärte Méndez zum Abschluss seines 14-tägigen Aufenthalts in Mexiko.

Der UN-Sonderberichterstatter stützte sich in seinem Bericht auf Befragungen von Zeugen in Haftanstalten sowie Aussagen von Menschenrechtlern. Er kritisierte, dass vielen Verdächtigen nach ihrer Festnahme der Zugang zu einem Rechtsanwalt verwehrt werde.

Nach Angaben der nationalen Menschenrechtskommission (CNDH) wurden im vergangenen Jahr in Mexiko mehr als 1500 Fälle von Folter verzeichnet. Dies entspricht einem Rückgang von 30 Prozent gegenüber 2012. Méndez sprach dennoch von einer "alarmierenden Zahl" von Beschwerden.

Von

afp

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