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26.09.2012

23:44 Uhr

Uno-Vollversammlung

Ahmadinedschad spart sich Entgleisungen

Einige freuten sich auf die Rede Ahmadinedschads, andere fürchten den Poltergeist, wieder andere erscheinen erst gar nicht. Der von vielen erwartete Eklat in der Uno-Vollversammlung ist ausgefallen.

Mahmud Ahmadinedschad, Präsident der Islamischen Republik Iran, vor der Uno-Generalversammlung. dpa

Mahmud Ahmadinedschad, Präsident der Islamischen Republik Iran, vor der Uno-Generalversammlung.

New YorkIrans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat bei seiner mit Spannung erwarteten Rede vor der UN-Vollversammlung den Westen und Israel für Missstände in der Welt verantwortlich gemacht. Allerdings kam es am Mittwoch nicht zu dem von Beobachtern erwarteten Eklat, weil Ahmadinedschad in New York auf wüste antisemitische oder antiwestliche Ausfälle und Beschimpfungen verzichtete.

Wettrüsten und die Einschüchterung durch Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen seien vorherrschend, sagte Ahmadinedschad während seiner halbstündigen Rede in New York. Israel warf er vor, sein Land direkt zu bedrohen: „Die ständige Bedrohung unserer großen Nation durch die unzivilisierten Zionisten (Israel) ist ein klares Beispiel dieser bitteren Realität.“

In einer ersten Reaktion sprach Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch von einem schwarzen Tag für all jene, die im Plenarsaal sitzen geblieben seien und diesen hasserfüllten Worten zugehört hätten. In einem Brief an seine Landsleute versprach Netanjahu vor seine Abreise zur Vollversammlung in New York, er werde sich auf alle erdenkliche Art und Weise dafür einsetzen, damit der Iran keine Atomwaffen erhalte. Die Reden von Netanjahu sowie von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Donnerstag werden mit Spannung erwartet.

Israel hat im Atomstreit mit dem Iran indirekt mit einem Militärschlag gegen iranische Nuklearanlagen gedroht. Der Westen und Israel verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Die Führung in Teheran bestreitet das.

Iran sieht sich durch Israel bedroht

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Anders als bei früheren öffentlichen Auftritten verzichtete Ahmadinedschad auf antisemitische Ausfälle, die Leugnung des Holocausts oder den Vorwurf, die USA hätten die Terroranschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert. Auf den Bürgerkrieg in Syrien ging er nicht ein. Der Iran ist Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Ahmadinedschads vorerst letzte Rede vor der UN-Vollversammlung war moderater als seine Reden in den sieben Jahren zuvor. Dennoch waren die Delegationen der USA und Israels erst gar nicht im Plenarsaal erschienen. Die diplomatischen Vertreter der EU-Staaten blieben diesmal bis zuletzt auf ihren Plätzen. Die meisten Länder waren nur mit Vertretern unterhalb der Botschafterebene erschienen.

Ahmadinedschad beklagte in den 32 Minuten Redezeit - 15 waren erlaubt - den Zustand der Welt, die unter Hochrüstung, Arroganz und Armut leide. Er plädierte für eine neue, gerechte Weltordnung, in der jedermann gleich sei.

„Ich glaube nicht, dass Muslime, Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und andere irgendwelche Probleme miteinander haben oder sich feindlich gegenüberstehen“, sagte Ahmadinedschad. „Sie können friedlich nebeneinander bestehen und in einer Atmosphäre von Frieden und Freundschaft leben. Sie alle sind der Sache der Gerechtigkeit, Reinheit und Liebe ergeben.“

Kommentare (7)

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Pharao

26.09.2012, 20:31 Uhr

[...].
Die Kriegverbrecher der NATO versuchen den Massenmord an den mulimen mit neuen schmutzigen Kriegspielen zu forsieren.
Gleichzeitig spielt die Alkoholiker "Zivilisation" mit dem barbarischen spiel der "Sunniten gegen Shiiten", Araber gegen nicht Araber, Türken gegen Kurden.. also Teile und Herrsche spielchen.
Die Kolonial-Fascisten ergreifen dabei zu immer mehr und mehr barbarischen Metoden. Der Millionenfacher Mord an Palestinensern, Irakies, Afghanen Pakistanies, Lybiern, Syrerern reicht denen nicht aus. Es muss ja auch dazu die Barbarei der Blutdürstigen Kreuzügler so weit gehen dass diie Verunglimpfung des Islams und der Muslime zum Staatsreson erklärt ist.
[...].
Der Garant dafür ist der Alkohol, der den Raub Tieren viel mehr Würde und Menschlichkeit gibt als den Menschen dessen Hirn vom Alkohol gefressen ist....
Jwand, Düsseldorf, : pharaoramses2@yahoo.co.uk +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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Pharao

26.09.2012, 21:09 Uhr

Wohin Geht die Barbarei der Dieben und Mörder!?

Die Kolonial-Faschisten wollen nochmal die islamische Welt in Blut und Feuer ersticken. Der Millionen Facher Mord an Muslimen bei der ethnische Säuberung Palestinas, Iraq, Afghanistan, Pakistan.... [...]
Mal muss mit der Hetze zwischen "Shiiten und Suniten versucht werden mal, zwischen Araber und nicht Araber, mal zwischen Türken und Kurden mal sonst wo... [...]
Die selbst ernannte Aufgeklärte Civilisation sinkt immer tiefer und tiefer in die Barbarei, die für die Menschheit beispiellos ist und dazu noch unwürdig.
Das alles muss noch mit systematische Verunglimfung des Islam und der Muslimen dazu als Gewürz für die Gaumen der Barbaren dienen...
Das Beweisst :_ Alkohol zerstört den Hirn! [...]
Jwand ( Atheist!), Düsseldorf +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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Thales

26.09.2012, 23:09 Uhr

Welche Entgleisungen, wenn verantwortungsvolle jüdische Historiker das Bestädigen, was Perser, Griechen, Ägypter seit Jahrtausenden wissen?
Westliche Arroganz findet schon in der 'Gesprächsbereitschaft' ihren heuchlerischen Friedenwillen.

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