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16.10.2012

10:30 Uhr

Uno-Zahlen

Mehr als 30.000 Bürgerkriegstote in Syrien

Eine neue Einschätzung der Vereinten Nationen zeigt, welch grausige Dimension die Gewalt in Syrien erreicht hat. Die Uno spricht von einem „entsetzlichen Ausmaß an Brutalität“. Deutschland will Flüchtlinge aufnehmen.

Syrische Ärzte versuchen das Leben eines Jungen zu retten, der durch Artilleriefeuer von Regierungstruppen schwer verwundet wurde. dpa

Syrische Ärzte versuchen das Leben eines Jungen zu retten, der durch Artilleriefeuer von Regierungstruppen schwer verwundet wurde.

Berlin/New YorkDer Bürgerkrieg in Syrien hat nach Einschätzung der Vereinten Nationen mittlerweile mehr als 30.000 Menschen das Leben gekostet. Der Konflikt habe ein „neues und entsetzliches Ausmaß an Brutalität und Gewalt“ erreicht, sagte der UN-Untergeneralsekretär für Politische Fragen, Jeffrey Feltman, am Montagabend (Ortszeit) im Sicherheitsrat in New York. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) signalisierte derweil laut einem Medienbericht Bereitschaft der Bundesregierung zur Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in Deutschland.

„Syrische Städte und Dörfer - einige davon Teil unseres Weltkulturerbes - verwandeln sich in Ruinen. Archäologische Schätze wurden geplündert und zerstört“, sagte Feltman. Die Gewalt schaffe auch einen Nährboden für Extremisten und Kriminelle. „Menschenrechtsverletzungen, darunter willkürliche Festnahmen, Folter und Massenexekutionen, setzen sich unvermindert fort.“

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Eine objektive Überprüfung der Schätzungen durch die UN ist allerdings kaum möglich. Aktivisten gehen von bis zu 33.000 Toten aus. Hunderttausende Menschen sind bereits vor der seit März 2011 währenden Gewalt in die Nachbarländer geflohen.

Westerwelle sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe), die Bundesregierung stehe mit humanitärer Hilfe den Menschen in Syrien und in den Nachbarländern zur Seite. „Deutschland ist grundsätzlich bereit, auch syrische Flüchtlinge aufzunehmen“, sagte der Minister. Vorrang habe aber die Versorgung der Flüchtlinge vor Ort. „Die große Mehrheit der Flüchtlinge möchte in der Region bleiben, um sofort in ihre Heimat zurückkehren zu können, wenn die Umstände das wieder möglich machen“, sagte er und plädierte für ein abgestimmtes Flüchtlingskonzept zwischen den Vereinten Nationen, der EU und den Flüchtlingshilfswerken.

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