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11.08.2015

10:54 Uhr

Unruhen im Kurdengebiet der Türkei

PKK stellt Bedingungen für neue Waffenruhe

Nach dem Aufflammen der Gewalt in der Türkei hat die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK Bedingungen für eine neue Waffenruhe gestellt. Bei erneuten Kämpfen ist in der Nacht ein türkischer Soldat getötet worden.

Ende Juli zerbrach die Waffenruhe, die der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan und der türkische Staat im Frühjahr 2013 vereinbart hatten. dpa

Unruhen in der Türkei

Ende Juli zerbrach die Waffenruhe, die der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan und der türkische Staat im Frühjahr 2013 vereinbart hatten.

IstanbulDie verbotene Rebellengruppe Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat Bedingungen für ein Ende der neu aufgeflammten Gewalt im Kurdengebiet der Türkei gestellt. Die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK), eine politische Organisation der PKK, fordert eine unabhängige Überwachung einer neuen Waffenruhe, wie türkische Medien am Dienstag unter Berufung auf eine KCK-Erklärung meldeten.

Zudem müssten alle in den vergangenen zwei Jahren inhaftierten politischen Gefangenen freigelassen werden. Bei einem PKK-Angriff in Südostanatolien wurde in der Nacht ein weiterer türkischer Soldat getötet.

Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan und der türkische Staat hatten im Frühjahr 2013 eine Waffenruhe vereinbart, die Ende Juli an neuen Kämpfen und Anschlägen zerbrach. Die legale türkische Kurdenpartei HDP hatte in den vergangenen Tagen sowohl die türkische Regierung als auch die PKK aufgerufen, die Gefechte zu beenden und die unterbrochenen Verhandlungen über eine friedliche Lösung des Kurdenkonflikts wieder aufzunehmen.

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Ein schweres Attentat auf Militärpolizisten verschärft den Konflikt zwischen türkischer Regierung und PKK. Die Türkei soll bei Luftschlägen auf die PKK auch Zivilisten im Nordirak bombardiert haben. Die Armee dementiert.

Mit Blick auf diesen Appell erklärte die KCK, es müsse gewährleistet werden, dass eine neue Waffenruhe nicht ausgenutzt werde; die PKK wirft dem türkischen Staat vor, während des Waffenstillstandes in den vergangenen zwei Jahren die Präsenz der Sicherheitskräfte im Kurdengebiet erheblich ausgebaut zu haben.

Allein am Montag waren bei Gefechten und Anschlägen in der Türkei sechs Polizisten und Soldaten getötet worden. Die Spannungen eskalieren seit Ende Juli.

Während die PKK besonders im Kurdengebiet immer wieder Stützpunkte und Fahrzeuge der Sicherheitskräfte angreift, bombardiert die türkische Luftwaffe die Stellungen der PKK im Nordirak.

Von

afp

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