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22.01.2012

14:04 Uhr

Unruhen in Syrien

Rebellen greifen Vorort von Damaskus an

Syrische Rebellen haben laut Menschenrechtlern einen Vorort der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Heftige Kämpfe hielten bis spät in die Nacht an. Die internationalen Appelle an die Vereinten Nationen werden lauter.

Abtrünnige der syrischen Armee posieren für ein Foto. Die Lage im Land ist derzeit unübersichtlich. dapd

Abtrünnige der syrischen Armee posieren für ein Foto. Die Lage im Land ist derzeit unübersichtlich.

BeirutSyrische Rebellen haben nach Informationen von Menschenrechtlern einen Vorort der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Heftige Kämpfe hielten bis spät in die Nacht an, sagten Aktivisten am Samstag.

Die in London ansässige Organisation Syrian Observatory for Human Rights teilte mit, die Aufständischen kämpften nun an den Eingängen des Vororts Duma gegen Regierungstruppen. Duma ist das Zentrum des Protests in der seit zehn Monaten anhaltenden Revolte gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Arabische Liga wird den Einsatz von Beobachtern möglicherweise um einen Monat verlängern.

„Niemand kann derzeit Duma betreten oder verlassen. Heute Nacht haben sie damit begonnen, Absperrungen auf den Straßen zu errichten. Es ist das erste Mal, dass die Rebellen mehr als einen überfallartigen Angriff starten. Alle paar Minuten hört man Schüsse und Explosionen“, berichtete per Telefon ein Aktivist, der in Duma lebt, der Nachrichtenagentur Reuters. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind in dem Konflikt bislang mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen, die meisten davon Zivilisten.

Der oppositionelle Syrische Nationalrat appellierte an die Arabische Liga, sich wegen der Gewaltaktionen an den UN-Sicherheitsrat zu wenden. Diese formelle Bitte sei der Liga übergeben worden, sagte eine Sprecherin der wichtigsten Oppositionsgruppe am Samstag.

Entsprechende Forderungen waren in jüngster Zeit bereits von syrischen Oppositionellen erhoben worden. Bislang gab es aber keinen formellen Appell an die Arabische Liga.

Diese entscheidet am Wochenende, wie sie nach dem Einsatz ihrer Beobachter weiter vorgeht. Allgemein wird eine Verlängerung des Mandats um einen Monat erwartet, zumal der Syrien-Ausschuss der Liga dies nach Informationen aus einer arabischen Regierung empfehlen will. Die Entsendung von Beobachtern der Arabischen Liga hatte nicht zu einem Rückgang der Gewaltaktionen von Armee und Polizei gegen Oppositionskräfte in Syrien geführt. Auch ein von der Liga mit der syrischen Führung vereinbarter Friedensplan blieb Makulatur.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Aussenseiter

22.01.2012, 20:50 Uhr

Rebellen? Was für Rebellen?
Wenn das die selben Typen wie in Libyen sind; und da spricht einiges dafür; halte ich die Wortwahl für eher unangebracht. Von den USA bezahlte Mörder und anderes schwerkriminelles Gesindel dürfte es da schon viel besser treffen.

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