Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.12.2012

04:03 Uhr

Unruhen

Plünderungswelle in Argentinien fordert Todesopfer

Protest oder Vandalismus? Argentinier streiten über die Hintergründe einer Plünderungswelle. Während sich Regierung und Gewerkschaft gegenseitig verantwortlich machen, sterben zwei Menschen.

Plünderungswelle: Ein Mann mit seiner Beute vor einem Geschäft in San Carlos de Bariloche. dapd

Plünderungswelle: Ein Mann mit seiner Beute vor einem Geschäft in San Carlos de Bariloche.

Buenos AiresBei sozialen Unruhen und Plünderungen sind in mehreren argentinischen Städten im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 63 weitere wurden verletzt, wie die Nachrichtenagentur DyN am Freitag berichtete. In vier verschiedenen Provinzen des südamerikanischen Landes seien über 600 Menschen festgenommen worden.

Die Plünderungswelle hatte am Donnerstag in dem Skiort Bariloche in Patagonien begonnen, wo Dutzende Menschen Fernseher und andere Elektronikgeräte aus einem Supermarkt mitnahmen. Die Regierung schickte daraufhin 400 Militärpolizisten auf die Straße, um für Ruhe zu sorgen. Die Plünderungen dehnten sich aber am Freitag auf mindestens fünf weitere Städte aus.

In zahlreichen Vororten der argentinischen Hauptstadt sowie in Posadas im Norden und Viedma im Süden wurden Supermärkte und Geschäfte geplündert. Vor allem Jugendlichen warfen Steine in die Schaufenster und räumten die Läden leer.

Die beiden Opfer seien in den zentralargentinischen Städten Rosario und Villa Gobernador Galvez getötet worden, wo eine Menschenmenge rund 20 Supermärkte angriff, sagte der Minister für Sicherheit in der Provinz Santa Fe, Raúl Lamberto. Er betonte, die Plünderungen seien kein sozialer Protest, sondern Vandalismus.

Die Regierung beschuldigte den von Hugo Moyano angeführten oppositionellen Gewerkschaftsverband CGT, die Unruhen angestiftet zu haben. Moyano wies die Anschuldigungen zurück und machte die Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner verantwortlich, weil sie die sozialen Probleme des Landes nicht löse.

Vor genau zwölf Jahren hatten in Argentinien mit Plünderungen soziale Unruhen begonnen, die schließlich zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Fernando De la Rúa führten.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

kraehendienst

22.12.2012, 05:16 Uhr

Soweit wird es hier in D auch noch kommen. Dazu aber müssen noch einige Jahre ins Land gehen. Beginnen dürfte es im hemmungslosen Berlin, wo im November ein 20jähriger Vietnamese unschuldig sterben und bei zwei Todesschüssen am Alex weitere Menschen starben. Oder: die unterdurchschnittlich begabte Masse merkt, WAS der Mensch WIRKLICH benötigt!

Lederstrumpf

22.12.2012, 11:07 Uhr

Der Zinseszinseffekt Geldsystem ist die Ursache der Verwerfungen und
die ungerechte Verteilung in den Völkern (Verteilung von
fleißig auf reich) Durch die steigende soziale Not kommt es zu Unruhen und Bürgerkriegen in den Völkern . Das Einzige
was dagegen hilft ist ein früh eigeleiteter kontrollierter
,sanfter Staatsbankrott(Guthaben und Staats-Schulden(Schnitt) werden neu
umgerechnet) mit kommenden neuem anderen Geldsystem
(fließendes Geld )das die ungerechte Verteilung des Wohlstandes nicht produziert ! Auch Kanzleuse Merkel und die kapitalistische Eiheitspartei (SPD/FDP/GRÜNE/CDU)wollen dieses Urproblem (Zinseszinseffekt->Verwerfung und daraus steigendes Elend im Volk) nicht angehen und deswegen werden auch in Deutschland Unruhen,Plünderungen und sogar Bürgerkrieg
kommen ! Zwei neue Parteien : FREIE WÄHLER und ALTERNATIVE 2013 wollen das Urproblem in Deutschland jedoch angehen sogar wieder mit nationaler freier Währungshoheit (deutsche neue Währung) zur Bundestagswahl
2013 ! Die beiden neuen genannten Parteien sind bereits
ziemlich stark in Süddeutschland vertreten und echte
Volksvertreterparteien dem Inhalt nach !
Die anderen alten bekannten Parteien(CDU/SPD/FDP/GRÜNE)sind feige Bankenvertreterparteien .
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Detektiv Mohikaner Deutschland

kraehendienst

22.12.2012, 12:12 Uhr

"(Verteilung von fleißig auf reich)" - vortrefflich formuliert. - Opposite: "Freie Wähler und Alternative-2013 wollen das Problem angehen..." - Die wollen ihre Pfründe aufbauen bzw. eher AUSbauen. Denn ein Henkel kann nur zu den Freien, weil er schon ausgesorgt hat!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×