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21.01.2013

09:28 Uhr

Unterstützung aus dem Ausland

Katar schickt Syriens Opposition Geld

Das Herrscherhaus Katars hat 20 Millionen Dollar an die Rebellen überwiesen, die sich weiter heftige Kämpfe mit den Regierungstruppen liefern. Diese schrecken offenbar nicht vor Folter zurück, selbst bei Minderjährigen.

Mitglieder der freien syrischen Armee bei einem Vorstoß in Damaskus: Waffen und Geld fordert die Opposition zur Unterstützung. Reuters

Mitglieder der freien syrischen Armee bei einem Vorstoß in Damaskus: Waffen und Geld fordert die Opposition zur Unterstützung.

IstanbulDie syrische Opposition hat erneut Geld aus Katar erhalten. Mitglieder der Nationalen Syrischen Koalition berichteten, das Herrscherhaus habe während eines Besuches des Vorsitzenden der Koalition, Moas al-Chatib, in der katarischen Hauptstadt Doha am Sonntag 20 Millionen US-Dollar überwiesen.

In der türkischen Metropole Istanbul ging unterdessen eine bereits seit Samstag andauernde hitzige Debatte der Führungsmitglieder der Koalition weiter. Streitpunkt war die Frage, ob Mitglieder der Koalition einer künftigen Übergangsregierung angehören dürfen. Dies ist nach der bisherigen Satzung des Oppositionsbündnisses nicht möglich. Die Muslimbruderschaft erklärte unterdessen, die Bildung einer Regierung sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Die Kämpfe zwischen Rebellen und den Regierungstruppen in Syrien gingen am Montag weiter. Die Gegner von Präsident Baschar al-Assad überrannten nach eigenen Angeben einen Kontrollpunkt der Regierungstruppen in der Provinz Al-Rikka. Dabei sollen mehrere Soldaten in Gefangenschaft geraten sein. Am Sonntag hatten Aktivisten landesweit 150 Tote gezählt.

Das syrische Regime foltert vermutlich auch Minderjährige. Mehrere Oppositionsgruppen berichteten am Montag, der 14 Jahre alte Mohammed Ibrahim al-Rifai sei im Prinzessin-Basma-Krankenhaus in der jordanischen Stadt Irbid an den Folgen von Misshandlungen gestorben, die er im Gefängnis der sogenannten Politischen Sicherheit in der Stadt Daraa erlitten hatte.

Der von der Opposition ernannte syrische Botschafter in Paris, Mundher Machus, rief unterdessen seine Landsleute auf, an einem bestimmten Tag vor allen Parlamenten der Welt zu demonstrieren, um auf das Leid der syrischen Bevölkerung im Bürgerkrieg hinzuweisen. Ein Datum für den geplanten Protest nannte er nicht.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

21.01.2013, 11:16 Uhr

Nun ist es also tatsächlich offiziell: Katar unterstützt Terroristen (was CIA-Berichte ja bereits vor Jahren angesprochen haben).

Account gelöscht!

21.01.2013, 17:20 Uhr

Das wird Russland und dem Iran aber nicht freuen und Freunde schafft sich Katar sicher auch nicht .

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