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09.08.2013

18:48 Uhr

Unterstützung der eigenen Industrie

Russland denkt über staatliche Aluminium-Lager nach

Russland erwägt, den heimischen Metall-Riesen Rusal mit Aluminium-Lagern stützen - und das Angebot künstlich zu verknappen. Damit will das Land des Preisverfall des Leichtmetalls aufhalten.

Der russische Alu-Riese Rusal kann auf staatliche Unterstützung hoffen. Reuters

Der russische Alu-Riese Rusal kann auf staatliche Unterstützung hoffen.

MoskauZur Unterstützung des Metall-Giganten Rusal denkt die russische Regierung über den Aufbau staatliche Aluminium-Lager nach. Mit einem solchen Mechanismus wäre es in kritischen Situationen möglich, auf die Reserven zuzugreifen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch am Freitag. Der weltgrößte Aluminium-Hersteller hatte in dieser Woche die Regierung darum gebeten, Lagerstätten anzulegen, um den Preisverfall bei dem Leichtmetall abzufedern. Aluminium hat sich in diesem Jahr bereits um 15 Prozent verbilligt.

Mit der Schaffung staatlicher Reserven würde der Markt einerseits einen zusätzlichen Käufer in Form der Regierung bekommen. Andererseits könnte der Preis durch Verknappung des Angebots wieder steigen. Allerdings fehle der Regierung derzeit das Kapital für solch einen Schritt, ergänzte Dworkowitsch. Zum Umfang möglicher späterer Aluminium-Ankäufe äußerte er sich nicht. Rusal deckt rund 75 Prozent der russischen Inlandsnachfrage nach Aluminium ab. Konzernchef Oleg Deripaska hatte der Nachrichtenagentur Interfax gesagt, dass das Unternehmen wegen des Preisverfalls die Produktion in diesem Jahr um 350.000 Tonnen senken könnte.

In den USA läuft die Diskussion in eine andere Richtung: Dort stehen Finanzinstitute wie die Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan in der Kritik, weil sie abseits ihres Kerngeschäfts Metall-Lager besitzen. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, so den Preis künstlich hochzuhalten, was die Geldhäuser bestreiten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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sons_of_liberty

10.08.2013, 11:40 Uhr

Oh man, Qualität sieht anders aus:

" Goldman Sachs hat vor einer Weile die zentrale Aluminium-Import-Firma der USA gekauft. Durch deren Lagerhallen geht der Großteil des Aluminiums für den US-Markt. Goldman Sachs hat dann angefangen, das Aluminium einfach nicht auszuliefern, und für die Zeit, in der es nicht ausgeliefert wird, Lagerkosten zu nehmen. Einziges Problem dabei: Sie sind gesetzlich gezwungen, täglich 3000 Tonnen Aluminium auszuliefern. Nur halt nicht ... an ihre Kunden. Daher karrt Goldman Sachs jetzt täglich 3 Kilotonnen Aluminium zwischen ihren Warenhäusern hin und her. Das zählt dann technisch als Lieferung und erfüllt die gesetzlichen Vorgaben."

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rohstoffspekulation-bei-goldman-sachs-hin-und-herfahren-fuer-fuenf-milliarden-dollar-1.1727498

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