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18.05.2017

16:23 Uhr

Unterstützung der PKK

Türkei fordert Ablösung von US-Sondergesandtem

Die Türkei fordert die Ablösung und Auswechslung des US-Sondergesandten Brett McGurk. Der türkische Vorwurf: McGurk soll die kurdische Arbeiterpartei PKK und die Kurdenmiliz YPG unterstützen.

Die Türkei kritisiert den US-Sonderbeauftragten, soll dieser doch die PKK und YPG unterstützen. AP

Brett McGurk

Die Türkei kritisiert den US-Sonderbeauftragten, soll dieser doch die PKK und YPG unterstützen.

IstanbulDie Türkei fordert die Abberufung des US-Sondergesandten für den Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS), Brett McGurk. McGurk unterstütze definitiv und eindeutig die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die in Nordsyrien aktive Kurdenmiliz YPG, sagte Außenminister Mevlüt Cavusolgu am Donnerstag dem Sender NTV. „Es wäre von großem Nutzen, wenn diese Person ausgewechselt wird.“ Der Diplomat McGurk war 2015 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama zum Sonderbeauftragten der USA für die Anti-IS-Koalition ernannt worden.

Die türkische Regierung bekämpft die PKK im Südosten ihres eigenen Landes und hält die YPG für einen verlängerten Arm der PKK. Die YPG ist jedoch der Verbündete der USA beim Kampf gegen den IS in Nordsyrien. Vor allem bei der geplanten Eroberung der IS-Hochburg Rakka soll der YPG eine entscheidenden Rolle zukommen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte, sollte die YPG in Syrien türkisches Militär angreifen, werde dies unverzüglich und ohne Abstimmung mit Dritten beantwortet.

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Die Türkei ist verärgert über die US-Entscheidung, die YPG aufzurüsten. Erdogan konnte bei seiner USA-Reise Anfang der Woche Präsident Donald Trump nicht umstimmen. Erdogan sagte nach dem Treffen der Zeitung „Sabah“, er habe Trump gesagt, die Türkei werde nicht zögern zurückzuschlagen, sollte sie von der YPG angegriffen werden. Cavusoglu sagte dazu, Trump habe keinen Widerspruch eingelegt, als Erdogan von den Reaktionen auf Angriffe der YPG gesprochen habe.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Paul Kersey

18.05.2017, 16:58 Uhr

McGurk sollte aufpassen, dass er demnächst nicht in U-Haft landet, als Terrorunterstützer!

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