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11.01.2012

08:02 Uhr

Urananreicherung

Clinton verurteilt iranische Atompolitik

Die USA fordern den Iran zur Beendigung seiner Urananreicherung auf. US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, Amerika sei an einer Verhandlungslösung interessiert. Inzwischen zeigt sich auch Russland besorgt.

Fordert weitere Verhandlungen mit Iran: Hillary Clinton. AFP

Fordert weitere Verhandlungen mit Iran: Hillary Clinton.

Washington/MoskauDie USA haben die Herstellung von angereichertem Uran im Iran verurteilt. Die Entscheidung verletze iranischen Verpflichtungen im Rahmen der UN-Vereinbarungen. „Es gibt keine Begründung für die Produktion“, sagte Außenministerin Hillary Clinton in Washington in einer Erklärung. Der Schritt bringe den Iran näher an die Herstellung waffentauglichen Materials. Sie forderte Teheran auf, die Produktion angereicherten Urans sofort zu beenden.

Teheran müsse seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen. „Wir fordern den Iran auch auf, zu Verhandlungen mit der 5+1-Gruppe zurückzukehren“, fügte Clinton hinzu. Sie betonte, die USA seien an einer Verhandlungslösung interessiert.

Russland reagierte „mit Sorge“. Teheran ignoriere weiterhin die Forderungen der internationalen Gemeinschaft, teilte das Außenministerium in Moskau auf seiner Internetseite mit. Zugleich forderte Moskau alle Seiten im Konflikt um das iranische Atomprogramm auf, „hastige und drastische Schritte“ zu vermeiden, die den Dialog im Rahmen der 5+1-Gruppe (UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland) unterminieren könnten.

„Wir hoffen, dass der Iran auf unsere Ansicht der Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde Rücksicht nimmt“, hieß es aus dem Außenministerium in Moskau. Zugleich erneuerte Russland seine Forderung, dass der Konflikt durch Dialog gelöst werden müsse. Moskau lehnt neue Sanktionen gegen Teheran im Weltsicherheitsrat ab. Russland ist ein enger Handelspartner des Irans und hatte vor kurzem das erste iranische Atomkraftwerk in Buschehr fertig gestellt.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte bestätigt, dass der Iran die unterirdische Anreicherungsanlage Fordo in Betrieb genommen hat. Der Iran könne eine Anreicherung von 20 Prozent erreichen. Das reicht für die Stromerzeugung und die Medizintechnik aber nicht für Atomwaffen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.01.2012, 13:09 Uhr

nichts ist wie es scheint - eher ist alles umgekehrt als es scheint ..

http://www.us-politik.ch/teil16.htm

Eine wirklich supergeile Darstellung was wirklich läuft.

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