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04.05.2011

11:43 Uhr

US-Aktion in Pakistan

CIA-Chef räumt gezielte Bin-Laden-Tötung ein

Nach und nach wird mehr über die US-Kommandoaktion gegen Osama bin Laden bekannt: In einem Interview offenbart der CIA-Chef nun Details, die Zweifel wecken, ob die USA je vorhatten, den Al-Kaida-Chef lebend zu fassen.

Der CIA-Chef Leon Panetta. Quelle: ap

Der CIA-Chef Leon Panetta.

Washington/IslamabadDer CIA-Chef Leon Panetta kommentiert in einem Interview mit dem "Time"-Magazine das Geschehen aus der Geheimdienstzentrale und erklärt zum Vorgehen der Einsatzkräfte: "Sie hatten die klare Befugnis, Bin Laden zu töten." Weil er sich geweigert habe, seine Hände in die Höhe zu heben, habe er sterben müssen.

Bin Laden sei außerdem unbewaffnet gewesen, als er in seinem pakistanischen Versteck aufgespürt und von einer US-Spezialeinheit erschossen wurde. Er habe sich aber auf andere Weise gewehrt, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Um Widerstand zu leisten, brauche man keine Schusswaffe. Die Entscheidung, ihn zu töten sei in Bruchteilen von Sekunden gefallen, nachdem er drohende Bewegungen gemacht habe. Deshalb sei geschossen worden. Dazu seien die Soldaten auch ermächtigt worden, sagte Panetta.

Bei dem Einsatz der Kommandoeinheit wurden fünf Menschen getötet: neben bin Laden noch einer seiner Söhne, sein Kurier Abu Ahmed al Kuwaiti und dessen Frau und Bruder. Durch al Kuwaiti kam die CIA auch auf die Spur bin Ladens. Diese neuen Angaben zum Hergang des Einsatzes dürften nun Zweifel wecken, ob die USA je vorhatten, bin Laden lebend zu fassen.

In der US-Regierung wird unterdessen diskutiert, ob und wenn ja, welche Fotos von dem getöteten Bin Laden veröffentlicht werden sollen. Laut Regierungssprecher Carney ist das Bild "schauerlich" und könnte wie Zündstoff wirken. Bin Laden soll zweimal in den Kopf getroffen worden sein, einmal direkt über dem linken Auge. Wie es in Medienberichten hieß, "explodierte sein Kopf".

Panetta ist sich hingegen sehr sicher, dass schließlich doch ein Foto veröffentlicht wird. Auch die Befürworter einer Veröffentlichung meinen sie ei nötig, um Zweifel auszuräumen, dass der Al-Kaida-Chef tatsächlich tot sei. Die Entscheidung muss letztlich vom Weißen Haus getroffen werden.

Kommentare (10)

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unschuldslamm

04.05.2011, 12:25 Uhr

Ist doch scheiß egal ob der bewaffnet war, die Opfer von 9/11 waren auch unbewaffnet und sind grundlos ermordet worden.
Die Frage der Veröffentlichung eines Fotos des toten Schurken ist keine Sache des Weißen Hauses, dafür sind von deren feigen Angriffen zu viele Menschen weltweit betroffen und allein durch schärfere Sicherheitsbestimmungen in ihrer Freiheit beschränkt worden.

Account gelöscht!

04.05.2011, 12:26 Uhr

Nach den vielen Ungereimtheiten und Zweifeln bezüglich des 11.September dürften die USA absolut kein Interesse an einem Sprechenden Bin Laden gehabt haben. So bleibt dieser Anschlag bis auf weiteres ein Werk von Terroristen, die man als AlKaida bezeichnet.

Account gelöscht!

04.05.2011, 12:29 Uhr

Nachdem die USA Bin Laden jahrelang mit Waffen in Afghanistan aufgebaut haben, haben sie ihn nun getötet.
Ohne die USA gäbe es keine so gut ausgerüsteten terroristen in Afghanisan. Sie waren es, die sie zum Kampf gegen die Sowjets ausrüsteten.Sollte nicht vergessen werden.

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