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07.08.2015

12:37 Uhr

US-Außenminister in Hanoi

Kerry mahnt Vietnam zu Stärkung der Menschenrechte

US-Außenminister John Kerry hat bei einem Besuch in Vietnam das Land zur Stärkung der Menschenrechte aufgefordert. Fortschritte in diesem Bereich seien auch im Interesse Vietnams, so Kerry.

US-Außenminister John Kerry (links) ist zu Besuch in Vietnam. AFP

John Kerry

US-Außenminister John Kerry (links) ist zu Besuch in Vietnam.

HanoiUS-Außenminister John Kerry hat Vietnam zur Stärkung der Menschenrechte und Einhaltung akademischen Freiheiten gemahnt. „Fortschritte bei der Einhaltung der grundsätzlichen Menschenrechte ist im Interesse Vietnams“, sagte Kerry am Freitag vor Vertretern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Hanoi. Vor Studenten betonte er später: „Universitäten bringen Leuten nicht nur bei, was sie lernen und denken sollen, sondern wie sie lernen und denken sollen, und das geht nur mit vollen Meinungsaustausch.“

Vietnam ist ein Einparteienstaat. Kritik an der kommunistischen Partei ist verboten. Zahlreiche Dissidenten sind angeklagt oder zu Haftstrafen verurteilt worden, oft unter fadenscheinigen Gründen, wie Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch anprangern.

Kerry war vier Monate Soldat im Vietnamkrieg. Er schloss sich nach seiner Rückkehr 1969 dem Verein „Vietnamveteranen gegen den Krieg“ an. Vor 40 Jahren – 1975 – besiegten kommunistischen Kräfte aus dem Norden das von den USA gestützte Südvietnam. Es dauerte 20 Jahre, bis die beiden Länder wieder diplomatische Beziehungen aufnahmen. Kerry würdigte den Neuanfang. Damals hätten 800 Vietnamesen in den USA studiert, heute seien es 17.000. Der bilaterale Handel sei von 451 Millionen auf heute 36 Milliarden Dollar im Jahr gestiegen.

Von

dpa

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