Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2014

19:28 Uhr

US-Außenminister

Kerry zuversichtlich für Nahost-Frieden

US-Außenminister John Kerry ist wieder auf Friedensmission im Nahen Osten. Sein Optimismus scheint unerschütterlich – auch wenn sich Israel und Palästinenser wieder mit Raketen beschießen.

US-Außenminister John Kerry und Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas: Kerry ist zuversichtlich, bald eine Friedensregelung vorlegen zu können. Reuters

US-Außenminister John Kerry und Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas: Kerry ist zuversichtlich, bald eine Friedensregelung vorlegen zu können.

Jerusalem/RamallahTrotz neuer Spannungen in Nahost zeigt sich US-Außenminister John Kerry von der Möglichkeit eines baldigen Friedensschlusses zwischen Israel und den Palästinensern überzeugt. „Dies ist es keine Mission impossible (unmögliches Vorhaben)“, sagte er am Freitag in Jerusalem. Israel äußerte jedoch Zweifel am Friedenswillen der Palästinenser. Und in Ramallah skandierten Demonstranten: „Kerry go home“. Für sie ist der US-Außenminister ein „Feind des palästinensischen Volkes“, der nur israelische Interessen vertrete.

Am zweiten Tag seiner mittlerweile zehnten Vermittlungsmission traf Kerry in Jerusalem zunächst seinen rechtsgerichteten israelischen Amtskollegen Avigdor Lieberman. Danach sprach er erneut mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, mit dem er sich schon am Vortag getroffen hatte. Anschließend fuhr er zu einem Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Ramallah, dem Sitz der palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland. Weitere Treffen mit Abbas und eventuell auch mit Netanjahu waren für Samstag vorgesehen.

Lieberman, der den im Juli begonnenen Friedensgesprächen bisher kaum Aussicht auf Erfolg eingeräumt hatte, äußerte sich nun konstruktiver. Die Fortsetzung der Gespräche sei von „großer Bedeutung“, sagte er. „Ein Übereinkommen zwischen Israel und den Palästinensern bedarf aber eines soliden Sicherheitsfundaments für Israel und einer stabilen Wirtschaft für die Palästinenser.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×