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11.07.2012

09:40 Uhr

US-Außenministerin

Clinton pokert auf Versöhnung mit Laos

Das Verhältnis zwischen den USA und Laos war lange angespannt - nun besucht US-Außenministerin Clinton das Land. Es leidet noch immer unter den Folgen des Vietnamkriegs.

US-Außenministerin Clinton scherzt mit dem laotischen Premier Thongsing Thammavong. dapd

US-Außenministerin Clinton scherzt mit dem laotischen Premier Thongsing Thammavong.

VientianeUS-Außenministerin Hillary Clinton hat einen historischen Besuch im kommunistischen Laos begonnen. Als erste Chefdiplomatin der USA seit 57 Jahren traf Clinton in der Hauptstadt Vientiane ein. Bei dem Besuch sollte es vor allem um die Folgen des Vietnam-Krieges gehen, darunter die noch immer spürbaren Auswirkungen der US-Angriffe mit dem Entlaubungsmittel "Agent Orange". Auch die bis heute im Land verteilten Blindgänger aus jener Zeit dürften angesprochen werden. Ein weiteres Thema auf der Tagesordnung war ein umstrittenes Staudammprojekt am Fluss Mekong.

Das Verhältnis zwischen den beiden Ländern war lange angespannt. Während des Vietnam-Krieges bombardierten die USA auch das Nachbarland Laos, um die Nachschubwege des kommunistischen Nordvietnam abzuschneiden. Dabei wurden Schätzungen zufolge 50.000 Menschen getötet oder verwundet. Washington warf Laos vor, vermisste US-Soldaten gefangen gehalten zu haben. In den vergangenen Jahren näherten sich beide Länder an, 2004 normalisierten die USA die Handelsbeziehungen mit Laos.

Clinton sollte den laotischen Ministerpräsidenten Thongsing Thammavong treffen sowie Außenminister Thongloun Sisoulith, der sie 2010 zu dem Besuch eingeladen hatte. Vor Clinton hatte mit John Foster Dulles 1955 lediglich ein US-Außenminister Laos besucht. Damals war das südostasiatische Land noch eine Monarchie. Seit 1975 wird Laos kommunistisch regiert.

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