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03.01.2015

03:42 Uhr

US-Außenministerium besorgt

Jüdische Siedler bewerfen US-Diplomaten mit Steinen

Jüdische Siedler haben US-Diplomaten mit Steinen angegriffen, weil diese untersuchen wollten, ob die Israelis Olivenbäume von Palästinensern rodeten. Das US-Außenministerium äußerte sich tief besorgt über den Vorfall.

Eine palästinensische Frau beim Pflücken von Oliven: Nahe der Ortschaft Adi Ad beschwerten sich Palästinenser über die Zerstörung ihrer Olivenbäume durch jüdische Siedler. Als die US-Diplomaten den Vorfall untersuchen wollten, wurden sie von den Siedlern mit Steinen angegriffen. AFP

Eine palästinensische Frau beim Pflücken von Oliven: Nahe der Ortschaft Adi Ad beschwerten sich Palästinenser über die Zerstörung ihrer Olivenbäume durch jüdische Siedler. Als die US-Diplomaten den Vorfall untersuchen wollten, wurden sie von den Siedlern mit Steinen angegriffen.

JerusalemJüdische Siedler haben im Westjordanland US-Konsularbeamte mit Steinen angegriffen. Die Diplomaten hätten untersuchen wollen, ob Siedler nahe der Ortschaft Adi Ad Olivenbäume von Palästinensern gerodet haben, sagte der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Die US-Beamten hätten den Rückzug angetreten. Das US-Außenministerium äußerte sich tief besorgt.

Rosenfeld sagte, als die ersten Steine geflogen seien, habe das US-Sicherheitspersonal die Beamten in deren Fahrzeuge geschickt. Die Siedler hätten auch die Autos mit Steinen beworfen, woraufhin die Konsularbeamten davongefahren seien. die Polizei untersuche den Fall.

Der Palästinenser Auad Abu Samra hatte sich über die Zerstörung seiner Olivenbäume beschwert und sagte, er sei mit den US-Vertretern zu der Siedlung gefahren. Bei den Angegriffenen habe es sich um sechs Sicherheitsleute gehandelt. „Als sie aus den Autos stiegen, wurden sie von jungen Siedlern aus dem Vorposten angegriffen, die Knüppel und Äxte trugen“, sagte er. Sie hätten die Autos demoliert. Die Amerikaner hätten erklärt, strikte Anweisungen zu haben, sich nicht mit den Siedlern anzulegen und seien weggefahren.

Der Sprecher des US-Generalkonsults in Jerusalem, Peter Galus bestätigte den Angriff und sagte, die USA und Israel arbeiteten bei der Aufklärung des Vorfalls zusammen. Er wies israelische Medienberichte zurück, denenzufolge die US-Bürger ihre Waffen gezückt und auf die Steinewerfer gerichtet haben.

US-Außenamtssprecher Jeff Rathke sagte, die Regierung in Washington verfolge die wirtschaftlichen und politischen Probleme im Westjordanland sehr genau. „Wir nehmen die Sicherheit und den Schutz von US-Personal sehr ernst“, sagte er. Die israelischen Behörden hätten die Bedeutung des Zwischenfalls erkannt und wollten die Verantwortlichen festnehmen und entsprechende Schritte gegen sie einleiten.

Israelische Siedler haben bereits früher internationale Untersuchungen ihres Vorgehens als ausländische Einmischung zurückgewiesen. Der Fall vom Freitag gilt jedoch als der erste, bei dem Diplomaten körperlich angegriffen wurden.

Die USA sind der wichtigste internationale Partner Israels. Sie haben den Bau von Siedlungen immer wider kritisiert. Trotzdem unterstützen sie Israel jährlich mit etwa 2,5 Milliarden Euro und verteidigen das Land in internationalen Organisationen wie etwa den Vereinten Nationen.

Von

ap

Kommentare (1)

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Herr Holger Klekar

05.01.2015, 19:25 Uhr

Und jetzt?
Die VUSA und Vasalle BRD werden alles wieder bereinigen.
Verbrecher Unrechts Staaten Amerika und Vasalle BRD.
Das Opfer - der Bauer - Palästinenser Auad Abu Samra hatte sich über die Zerstörung seiner Olivenbäume beschwert.
Neue Juden-Siedlungen?
Warum sonst gerodet?
Bekommt er den Schaden ersetzt?
Bekommt er sein Land wieder?

Oder wird Merkel wieder alles schön reden?
U-Boote, Waffen und Gelder an Terror-Regime Israel liefern, um weitere Morde und Staats-Terror zu ermöglichen.
Ja die Juden verteidigen nur ihre Beute.

@Angela D. Kasner Merkel gehe und komme nicht zurück.

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