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13.03.2011

21:12 Uhr

P. J. Crowley hat seinen Rücktritt eingereicht. Quelle: dapd

P. J. Crowley hat seinen Rücktritt eingereicht.

WashingtonEin unwilllkommener Kommentar kostet P.J. Crowley den Job.

Nach kritischen Bemerkungen über die Haftbedingungen des Wikileaks-Informanten Bradley Manning ist der Sprecher des US-Außenministeriums, P.J. Crowley, am Sonntag zurückgetreten. Crowley hatte Mannings Behandlung in einem Militärgefängnis als „lächerlich, kontraproduktiv und dumm“ bezeichnet.

Der Wikileaks-Informant wird 23 Stunden pro Tag in Einzelhaft gehalten, muss sich jeden Abend nackt ausziehen und nachts wegen angeblicher Selbstmordgefahr einen speziellen Anzug tragen. Amnesty International hat sich deswegen besorgt wegen einer möglichen Verletzung der Menschenrechte des 23-Jährigen gezeigt.

In Crowleys Rücktrittserklärung hieß es, angesichts der „herausfordernden Zeiten und der unbarmherzigen Medienlandschaft“ müsse die Ausübung von Macht „klug und im Einklang mit unseren Gesetzen und Werten“ erfolgen. Zugleich erklärte er, Manning werde „am richtigen Ort“ festgehalten.

„Wegen der Auswirkungen meiner Bemerkung, für die ich die volle Verantwortung übernehme, habe ich meinen Rücktritt eingereicht“, hieß es in einer Stellungnahme aus seinem Büro.

dapd

Kommentare (1)

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Realo

13.03.2011, 22:44 Uhr

Wo ist der Unterschied zwi. USA und Libyen? In USA gibt es Menschenrechte, in Libyen wohl kaum. In beiden Ländern werden solche außer Kraft gesetzt, wenn es bestimmten Staatsbeamten dienlich ist. Traurig, traurig!

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