Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2005

18:43 Uhr

US-Botschaft in Indonesien weist Kritik an Powell-Besuch zurück

Über 150.000 Tote in Südasien registriert

Die Zahl der registrierten Todesopfer nach der verheerenden Flutwelle im Indischen Ozean ist am Samstag auf 150.627 gestiegen.

HB BERLIN. Zwei Wochen nach der Flutkatastrophe in Asien ist die Zahl der registrierten und damit offiziell bestätigten Todesopfer auf über 150.000 gestiegen.

2737 weitere Tote meldete die indonesische Regierung: Die Leichen seien in bislang unzugänglichen Regionen Indonesiens entdeckt worden. Damit liegt hier die offzielle Opferzahl bei über 104.000. In Sri Lanka sind über 30.000 Todesopfer bestätigt. Indien meldet mehr als 10.000 Tote, Thailand mehr als 5000. Weiterhin werden tausende Menschen vermisst.

Die US-Botschaft in Jakarta wies Beschwerden zurück, wonach der Besuch von US-Außenminister Colin Powell in der indonesischen Provinz Aceh am Mittwoch die Arbeit von Hilfsorganisationen behindert habe, weil der einzige Flughafen aus Sicherheitsgründen geschlossen worden sei. Ein Botschaftssprecher sagte, Powell sei lediglich auf dem Flughafen abgesetzt worden.

Das Deutsche Rote Kreuz wies auf Probleme bei der Fluthilfe hin. «Auf manchen Flughäfen haben sich Hilfsgüter gestapelt, die nicht gebraucht wurden», sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters dem Bremer «Kurier am Sonntag». Er forderte eine übergreifende Abstimmung bei den Hilfsmaßnahmen.

Am Samstag organisierte das Deutsche Rote Kreuz in Deutschland eine Spendensammlung mit zahlreichen Helfern, darunter viele Prominente. In Berlin waren mehrere Minister mit Spendenbüchsen unterwegs. Das Welternährungsprogramm startete im Katastrophengebiet eine Mammutaktion zur Versorgung von bis zu zwei Millionen Überlebenden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×