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10.03.2011

03:10 Uhr

Illinois' Gouverneur Pat Quinn nach der Unterzeichnung des Gesetzes, das die Todesstrafe abschafft. Quelle: dapd

Illinois' Gouverneur Pat Quinn nach der Unterzeichnung des Gesetzes, das die Todesstrafe abschafft.

WashingtonNach einer Serie von Fehlurteilen hat der US-Bundesstaat Illinois nun die Todesstrafe abgeschafft.

Gouverneur Pat Quinn unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz, das der Kongress in dem Staat im Januar verabschiedet hatte. Zugleich wandelte er die Strafen der verbliebenen 15 Todeskandidaten in lebenslängliche Haft ohne Bewährung um. Illinois ist damit der 16. Staat in den USA ohne Todesstrafe.

Zuletzt hatte sie 2009 New Mexico abgeschafft. Quinn sprach von der „schwersten Entscheidung“, die er als Gouverneur zu treffen hatte. Ankläger und Familienmitglieder von Opfern hatten ihn gedrängt, ein Veto gegen die Aufhebung einzulegen. Schließlich sei er aber zu dem Schluss gekommen, dass es kein perfektes Todesstrafen-System ohne Fehlurteile gebe und eine Abschaffung daher richtig sei.

Illinois hatte bereits seit gut zehn Jahren die Exekutionen ausgesetzt, nachdem in der Geschichte des Staates 13 Männer zu Unrecht verurteilt worden waren. Seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 sind in Illinois 12 Menschen hingerichtet worden. Insgesamt geht in den USA die Zahl der Hinrichtungen zurück, 2010 um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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