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06.09.2012

04:33 Uhr

US-Demokraten

Ehemaliger US-Präsident Clinton preist Obama

2008 waren sie Gegenspieler, heute sind sie Alliierte. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat auf dem Parteitag der Demokraten Amtsinhaber Barack Obama gegen die beißende Kritik der Republikaner verteidigt.

US-Präsident Barack Obama und Ex-Präsident Bill Clinton. dapd

US-Präsident Barack Obama und Ex-Präsident Bill Clinton.

CharlotteDer ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat die Bilanz seines Nachfolgers Barack Obama gelobt und die Kritik der Republikaner zurückgewiesen. Anders als die Opposition behaupte, habe Obama in seinen ersten vier Jahren den Grundstein für eine moderne Wirtschaft und Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen, wolle Clinton laut vorab veröffentlichten Redeauszügen am Mittwochabend auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte (North Carolina) sagen. Der 66-Jährige ist für die offizielle Ansprache zu Obamas Nominierung für die Wahl im November vorgesehen.

Der Zeitplan bis zu den US-Präsidentschaftswahlen

Parteitage

Vom 27. bis 30. August fand die Parteiversammlung der Republikaner in Tampa (Florida) statt. Noch bis zum 6. September, haben sich die Demokraten in Charlotte (North Carolina) versammelt. Dabei wird Präsident Obama offiziell zum Kandidaten bestimmt.

Schlussphase

3. Oktober: Erste von drei TV-Debatten der Kandidaten - 11. Oktober: TV-Debatte der Kandidaten als Vizepräsident - 6. November: Präsidentschaftswahl, außerdem US-Kongresswahlen - 20. Januar 2013: Vereidigung des neuen US-Präsidenten

Präsidentenwahl Teil 1

Am Dienstag nach dem ersten Montag im November (diesmal der 6.) wird endlich gewählt. Dann strömen die Amerikaner zu den Wahlurnen um ihre Wahlmänner zu bestimmen.

Präsidentenwahl Teil 2

Am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember (diesmal der 17.) schreiten die Wahlmänner zur finalen Abstimmung. Sie wählen in ihrem jeweiligen Bundesstaat einen der beiden Kandidaten.

Auszählung und Vereidigung

Am 6. Januar 2013 werden die abgegebenen Stimmen gezählt, indem der Präsident des Senats die vorliest. Der Sieger der Wahl und somit der neue Präsident der USA wird am 20. Januar 2013 in Washington vereidigt.

Dem Auftritt wird sehr große Bedeutung beigemessen, da Clinton als beliebtestes Mitglied der Partei gilt. Zudem war das Verhältnis der beiden einst sehr angespannt, weil Bill Clintons Ehefrau Hillary 2008 die parteiinternen Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur gegen Obama verlor. Heute ist sie als Außenministerin Teil der Regierung.

Den Republikanern wolle Clinton vorwerfen, eine ungerechte und unsolidarische Gesellschaft schaffen zu wollen. Die Partei von Obamas Herausforderer Mitt Romney sei an der Wirtschaftsmisere schuld, die auch heute noch für hohe Arbeitslosenzahlen und schwaches Wachstum sorgt. Die Probleme seien unter der Regierung von Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush entstanden.

Liveblog: Parteitag: Obamas Plädoyer für eine zweite Amtszeit

Liveblog: Parteitag

Obamas Plädoyer für eine zweite Amtszeit

Die Nominierung Barack Obamas zum Kandidaten der Demokraten war Formsache. Aber der Präsident und sein Team mussten Fans und Skeptiker überzeugen, die Wiederwahl verdient zu haben. Reden, Dokumente und Einschätzungen.

Unterdessen gab es Tumult auf dem Parteitag der US-Demokraten. Mit einer chaotischen Abstimmung ließ die Parteiführung am Mittwoch (Ortszeit) gegen erheblichen Widerstand von Delegierten zuvor entfallene Bezüge auf Gott sowie Jerusalem als israelische Hauptstadt nachträglich wieder in das Parteiprogramm schreiben. Präsident Barack Obama habe die Rückkehr zu der alten Formulierung persönlich angeordnet, hieß es aus seinem Wahlkampfteam.

Die Fassung des Parteiprogramms, die am Dienstag auf der "Convention" verabschiedet worden war, verzichtete auf einen Passus, in dem Israel als Hauptstadt Israels bezeichnet wird. Auch das Wort "Gott" tauchte anders als in früheren Parteiprogrammen nicht mehr auf. Die politischen Programme der US-Parteien sind unverbindlich. Die Änderungen bei den Demokraten riefen allerdings scharfe Kritik der Republikaner hervor.

Kommentare (1)

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korrektur

06.09.2012, 04:41 Uhr

Auf dem Beitrag der Demokraten, vermute ich doch.

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