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06.07.2012

23:06 Uhr

US-Drohnenangriff

Mutmaßliche Aufständische in Pakistan getötet

Mindestens 15 Aufständische sind durch einen US-Drohnenangriff in Pakistan getötet worden. Es war die erste Attacke seit der Aufhebung der Blockade der NATO-Nachschubrouten nach Afghanistan.

Eine unbemannte Predator Drohne der US-Luftwaffe, ausgestattet mit einer Rakete, steht auf dem Rollfeld des militaerischen Flughafen in Kandahar, Afghanistan. dapd

Eine unbemannte Predator Drohne der US-Luftwaffe, ausgestattet mit einer Rakete, steht auf dem Rollfeld des militaerischen Flughafen in Kandahar, Afghanistan.

IslamabadBewaffnete auf Motorrädern haben am Freitag das Feuer auf ein Restaurant im Südwesten Pakistans eröffnet und dabei nach Polizeiangaben 18 Menschen getötet. Bei einem US-Drohnenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan wurden indessen mindestens zwölf mutmaßliche Aufständische getötet.

Bei den Toten in dem Restaurant in der abgelegenen Stadt Turbat in der Provinz Baluchistan habe es sich um Pakistaner gehandelt, die über den benachbarten Iran nach Europa gelangen wollten, sagte ein örtlicher Verwaltungsbeamter, Abdul Razzaq. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Bei den Opfern des US-Drohnenangriffs handelte es sich nach Angaben des pakistanischen Geheimdienstes um Kämpfer des Kriegsherren Hafiz Gul Bahadur, die von Pakistan aus regelmäßig die internationalen Koalitionstruppen in Afghanistan angreifen. Die Angriffe hätten einem Unterschlupf der Aufständischen im Dorf Datta Khel in Nord-Waziristan gegolten, sagten pakistanische Sicherheitsbeamte am Freitag. Drei Drohnen hätten im Abstand von mehreren Minuten insgesamt sechs Raketen auf das Haus abgefeuert. Zwei Sicherheitsbeamte in der 35 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Miranshah sprachen sogar von mindestens 20 getöteten Aufständischen.

Die unwegsamen Stammesgebiete in der bergigen Grenzregion zu Afghanistan gelten als Rückzugsgebiet der radikalislamischen Taliban und als Hochburg anderer Aufständischer und Extremisten. Die Drohnenangriffe, bei denen immer wieder unbeteiligte Zivilisten getötet werden, sorgen bei der pakistanischen Bevölkerung für Wut und Empörung.

Die USA gehen immer wieder mit Drohnen gegen Verstecke der radikalislamischen Taliban und des Terrornetzwerks Al-Kaida in den Stammesregionen im Nordwesten Pakistans vor. Der Drohnen-Angriff vom Freitag war allerdings der erste, seit die Regierung in Islamabad am Mittwoch die Nachschubrouten der NATO nach Afghanistan wieder geöffnet hatte. Pakistan hatte sie im November gesperrt, nachdem 24 pakistanische Soldaten bei einem US-Luftangriff getötet worden waren.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

07.07.2012, 12:03 Uhr

"Mutmaßliche Aufständische getötet"

"Die Drohnenangriffe, bei denen immer wieder unbeteiligte Zivilisten getötet werden, sorgen bei der pakistanischen Bevölkerung für Wut und Empörung."

..das muss man sich mal geben ....

VERBRECHER, MÖRDER!

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