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16.12.2016

12:02 Uhr

US-Energiepolitik

Trump will zurück zu Kohle und Öl

Zu schmutzig, zu schädlich und letztlich auch zu teuer: Die Welt wendet sich ab von fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl. Donald Trump macht es umgekehrt – und will mit alten Energien Arbeitsplätze schaffen.

Die fossilen Brennstoffe bieten an sich viele Nachteile. Der künftige US-Präsident Donald Trump hält trotzdem an ihnen fest. AP

Braunkohleabbau in Amerika

Die fossilen Brennstoffe bieten an sich viele Nachteile. Der künftige US-Präsident Donald Trump hält trotzdem an ihnen fest.

WashingtonDer Chef eines Ölkonzerns als Außenminister. Ein Leugner des vom Menschen verursachten Klimawandels als Chef der staatlichen Umweltbehörde. Und der ehemalige Gouverneur des Öl-Staates Texas als Energieminister. Viel deutlicher könnte Donald Trump nicht zeigen, was er von der Energie- und damit der Klimapolitik von Amtsinhaber Barack Obama hält. Die Förderung und Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas - nicht zuletzt vom Pariser Klimaabkommen praktisch beerdigt - könnte in den USA unter Trumps Regentschaft ihre Auferstehung erleben.

Klimaschützer schlagen schon die Hände über dem Kopf zusammen, noch bevor Trump überhaupt als Präsident vereidigt ist. Und sie rätseln: Was hat er eigentlich vor? Haben die USA nicht das Pariser Abkommen unterzeichnet? Gehören die USA nicht zu jenen G7-Staaten, die noch vor einem Jahr auf dem Gipfel in Elmau das Zeitalter der Karbonisierung praktisch beendeten?

Trumps Personalauswahl ist dermaßen umweltfeindlich, dass Ölbaron Rex Tillerson noch als die moderate Stimme im künftigen Kabinett wahrgenommen werden könnte. Oklahoma, wo der künftige Chef-Umweltschützer Scott Pruitt herkommt, aber auch Indiana, wo der künftige Vizepräsident Mike Pence herkommt, gehören zu den 25 US-Staaten, die Barack Obamas „Clean Energy Plan“ auf dem Rechtsweg zunichte machen wollen. „Tillersons Position zum Klimawandel könnte links von Trump sein“, schreibt die „Washington Post“ vor diesem Hintergrund.

Trump hatte im Wahlkampf versprochen, Tausende neuer Jobs in der Energiebranche zu schaffen. Vor allem den entlassenen Kohle-Kumpels aufgelassener Gruben in Pennsylvania, Kentucky oder West Virginia machte er große Hoffnungen. Aber auch durch Fracking, Pipelinebau und Bohrgenehmigungen dort, wo es bisher nicht erlaubt ist, will Trump die Energiewirtschaft beflügeln. Explizit nannte Trump Gebiete wie die Arktis Alaskas und den Golf von Mexiko - beide Erschließungsgebiete sind umwelt- und sicherheitstechnisch hoch umstritten.

Kommentare (34)

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elly müller

16.12.2016, 12:25 Uhr

Hören wir doch auf den Trump täglich mit seinen evtl. Vorhaben anzuprangern. Der ist noch nicht mal an der Regierung!

Was macht den Merkel? Sie hat in unverantwortlicher Weise und urplötzlich beschlossen die AKW's abzuschalten und auf Kohle als Übergang zu setzen! Was ist jetzt da besser? Ohne Plan, einfach mal so!

Der Deal der uns als gutes Geschäft mit den Energieriesen verkauft wurde, in dem es um die Beseitigung bzw. Lagerung des radiaktiven Materials geht, wird den zukünftigen Steuerzahler noch in mehreren Generationen belasten!

Erst mal durchleuchten was in Deutschland schief geht, Deutschland hat ja das Klimaziel schon mal verpasst!

Herr Esteban Tertulia

16.12.2016, 13:05 Uhr

Der Primat der Empirie gegenüber der Theorie ist offensichtlich beim Verfasser dieses Artikels noch nicht ganz angekommen. Vor dem Hintergrund des aktuellen wissenschaftlichen Standes, jemanden als "Leugner des vom Menschen verursachten Klimawandels" zu bezeichnen, ist im Grunde an Ignoranz nicht zu überbieten. Der treffendere und seriösere Ausruck wäre "Skeptiker" oder aus "Agnostiker", aber damit geht natürlich der polemische Touch des Artikels verloren.Schade, dass sich das Handelsblatt diesem undifferenzierten Mainstream-Journalismus hingibt.

Account gelöscht!

16.12.2016, 13:12 Uhr

Ganz Falsch!
Nich die Welt wendet sich ab von der Basis einer modernen Wohstandswelt = CO2, Kohle, Gas und Kernenergie sondern nur EU-Deutschland wendet sich davon ab.
Die Grün-Sozialistische DDR Merkel Regierung will sich vom Wohlstand und der wirtschaftlichen Mehrwertschöpfung auf Basis von Kohle, Gas, Oel und Kernenergie abwenden und sich dem Mangel und der Armut einer Energiewende-Sekte in Abhängigkeit von Wind und Sonne = Wetter hingeben.
Die Grün-Sozialisten von EU-Deutschland unter der Führung einer Merkel wollen dem Rest der Welt ein System auf die Augen drücken, dass mit freier Marktwritschaft und wirtschaftlicher Mehrwertschöpfung zum Wohle einer Gesellschaft nicht das geringste mehr zu tun hat.
Trump, Putin, England und der Rest der Welt spielen das Spiel aber nicht mit. Somit ist EU-Deutschland unter Merkel alleine zuhause mit ihren Problemen des Mangel und der Armut.
Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge (Energie wenden zu können) dann der Betrug/Selbstbetrug (gesellschaftsfeindliches EEG) danach der Mangel (steigende Strompreise) und zum Schluss die Armut (unbezahlbare Strompreise bei mangelhafter Stromversorgung)!

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