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14.09.2011

21:30 Uhr

US-Finanzminister

Geithner mahnt Euro-Staaten zum Handeln

Vor einem gemeinsamen Treffen hat US-Finanzminister Timothy Geithner die europäischen Politiker zum Handeln gemahnt. Gleichzeitig lobte er deren Engagement in der Euro-Krise.

US-Finanzminister Geithner mahnt die Europäer zum Handeln. AFP

US-Finanzminister Geithner mahnt die Europäer zum Handeln.

WashingtonDie Appelle von US-Finanzminister Timothy Geithner an die schuldengeplagten Euro-Staaten reißen nicht ab. Dem Fernsehsender CNBC sagte Geithner am Mittwoch, die europäischen Politiker seien sich bewusst, dass sie mehr tun müssten und im Rückstand seien. Er machte zugleich deutlich, dass es an den Ländern Europas selber liege, ihre Probleme zu lösen. „Sie sind absolut engagiert, und sie haben die finanziellen Kapazitäten, die wirtschaftlichen Kapazitäten, um das Nötige zu tun“, sagte der Minister. Er wird am Freitag an einem informellen Treffen der EU-Finanzminister in Polen teilnehmen. Es wird erwartet, dass Geithner dort seine Amtskollegen dazu drängen wird, die bereits beschlossene Ausweitung des Euro-Rettungsschirms endlich unter Dach und Fach zu bringen.

Der US-Finanzminister äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass die europäischen Staaten ihre Banken nicht fallenlassen, sollten diese von der Griechenland-Krise stärker in Mitleidenschaft gezogen werden. „Es ist ausgeschlossen, dass die großen Länder Europas ihre Institutionen vor den Augen des Marktes im Risiko stehenlassen“, sagte Geithner. Vor allem die französischen Geldhäuser stehen derzeit im Visier der Anleger.

Die USA selbst befinden sich nach Worten Geithners in einer finanzpolitisch paradoxen Situation. Sie müssten derzeit mehr Geld ausgeben, um langfristig die Haushaltsdefizite zurückzuführen. „Es gibt dazu keine Alternative“, betonte Geithner. Das 447 Milliarden Dollar schwere Programm von Präsident Barack Obama zur Belebung des Arbeitsmarktes sei notwendig. Andernfalls drohten ein schwaches Wachstum und entsprechend dürftige Einnahmen des Staates.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Pendler

14.09.2011, 21:43 Uhr

Wir das dt. Volk sind ja dafür, GR endlich aus dem € zu schmeißen. Aber unsere Politiker gehorchen nur noch den Banken und vergessen, dass wir das Volk sind.

lowabras

14.09.2011, 22:13 Uhr

"Das 447 Milliarden Dollar schwere Programm von Präsident Barack Obama zur Belebung des Arbeitsmarktes sei notwendig. Andernfalls drohten ein schwaches Wachstum und entsprechend dürftige Einnahmen des Staates."
So, dann müssen schleunigst die Lehrbücher über Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaft umgeschrieben werden und dieser Geitner zum Wlt-Bildungsminister ernannt werden!
Da eröffnen sich ja ganze Welten für einen einfachen Schuldenabbau.
Wieso kommt er nicht schon früher mit dieser wegweisenden Neuheit, dann hätten wir uns ja alle nich jahrelang Sorgen über unsere gigantischen Verschuldungen machen müssen.
Ich sags ja immer, nachdenken lohnt sich und alle anderen schwatzen nur vor sich hin, ohne Hirn einzuschalten. Der Geitner zeigt uns was Hirn zu leisten vermag, bravo, solche Perönlichkeiten braucht das Volk!

Wutbuerger

14.09.2011, 22:17 Uhr

"Die USA selbst befinden sich nach Worten Geithners in einer finanzpolitisch paradoxen Situation. Sie müssten derzeit mehr Geld ausgeben, um langfristig die Haushaltsdefizite zurückzuführen. „Es gibt dazu keine Alternative“, betonte Geithner."

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