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28.01.2011

12:10 Uhr

US-Finanzminister in Davos

„Haben der Rezession das Genick gebrochen“

VonTorsten Riecke

US-Finanzminister Tim Geithner ist zuversichtlich, dass die USA ihre wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwinden werden. "Wir sind in einer besseren Position als andere Länder. Unser Land ist jünger und unsere Wirtschaft ist offener als andere", sagte Geithner beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

US-Finanzminister Tim Geithner: "Rezession das Genick gebrochen" Reuters

US-Finanzminister Tim Geithner: "Rezession das Genick gebrochen"

DAVOS. Geithner verteidigte die enormen Staatshilfen für die US-Wirtschaft: "Dadurch haben wir der Rezession das Genick gebrochen." Die US-Unternehmen seien heute viel optimistischer. Zwar gebe es keinen Boom, aber eine Wachstumsrate von 3 bis 4 Prozent sei akzeptabel. Geithner rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit in den USA bis Ende 2012 auf etwa 8 Prozent sinkt.

Zu den hohen US-Defiziten sagte Geithner, dass man sicher nicht auf dem bisherigen Weg weitermachen könne. Der Schuldenstand sei dauerhaft nicht aufrechtzuerhalten. Präsident Obama werde mit seinem Haushalt den Weg weisen, die Defizite abzubauen. "Es ist jetzt wichtig, schnell Klarheit zu schaffen", sagte der frühere Notenbanker. Amerika könne nicht aus seinen Schulden hinauswachsen.

Mit Blick auf die steigende Inflation in vielen Schwellenländern sagte Geithner, es sei leichter dem Inflationsdruck zu begegnen, wenn Länder iher Währungen nicht mehr an den Dollar ketten würden. Das würde ihnen viel mehr Flexibilität geben. "Aber die Inflation ist nicht meine Hauptsorge", sagte Geithner. Die betroffenen Länder würden das in Griff bekommen.

Vertrauen hat der US-Finanzminister in die europäschen Anstrengungen, die Schuldenkrise zu überwinden. Auch wenn man sicher noch mehr tun könne. "Ich bin optimistisch, das der Euro überleben wird", sagte Geithner.

Kommentare (2)

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no.7

28.01.2011, 13:48 Uhr

Jetzt ist die Jux-Party bald vorbei, geithner. Der nächste einbruch ist vorgezeichnet, wenn die ratings sich verschlechtern. Geithners angeblicher aufschwung ist von A bis Z mit neuen schulden erkauft. Und er gibt es ja auch zu, daß die Schuldenwirtschaft so oder so bald zuende geht. Dann werden wir sehen, geithner, wer hier wem das genick bricht. als Schuldenjunkie sollte man sich nicht so aufspielen, denn die total-blamage kommt.

Stell Dir vor

28.01.2011, 16:10 Uhr

Stell Dir vor es gibt Öl und wird nicht mehr in dieser Menge gebraucht...

Was passiert dann mit dem Dollar? Ja, genau! Dann holen ihn die Schulden ein.

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