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07.08.2011

21:29 Uhr

US-Finanzminister

Timothy Geithner greift Ratingagentur an

Der Finanzminister der USA greift die Ratingagentur Standard and Poor's an und wirft ihr mangelnde Sachkenntnis vor. Zuvor war bekannt geworden, dass Geithner sein Amt weiter ausfüllen wolle.

US-Finanzminister Timothy Geithner wird im Amt bleiben, gab er bekannt. Quelle: AFP

US-Finanzminister Timothy Geithner wird im Amt bleiben, gab er bekannt.

WashingtonNach der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit hat US-Finanzminister Timothy Geithner der Ratingagentur Standard and Poor's eine «schreckliche Fehleinschätzung» vorgeworfen. S&P habe einen «verblüffenden Mangel an Kenntnissen in grundlegender US-Haushaltsmathematik» an den Tag gelegt und sei zu «genau dem falschen Schluss gekommen», sagte Geithner am Sonntag dem Fernsehsender NBC.

Wegen der massiven Staatsverschuldung hatte Standard & Poor's die USA am Freitag erstmals in der Geschichte von der Bestnote AAA auf AA+ herabgestuft. Seither ist zwischen der Ratingagentur und dem Finanzministerium ein Streit um Projektionen zum US-Haushaltsdefizit und der Staatsverschuldung entbrannt.

Der republikanische Senator Rand Paul hatte daraufhin am Samstag den Rücktritt Geithners verlangt. Dem Finanzminister warf er «grobes Missmanagement» vor. Auch Michele Bachmann, Anführerin der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung im Abgeordnetenhaus und Bewerberin um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, hatte Geithner bereits im Streit um die Anhebung des Schuldenlimits zum Rücktritt aufgefordert.

Unterdessen war bekannt geworden, dass Geithner im Amt blieben will. Geithner habe Präsident Barack Obama mitgeteilt, dass er seinen Posten behalten wolle, teilte das Finanzministerium am Sonntag mit. Er freue sich auf die Herausforderungen, die vor ihm lägen. Der 49-Jährige hatte zuletzt angedeutet, nach einer Einigung im Schuldenstreit seinen Posten aus familiären Gründen aufzugeben.

Die USA haben vor wenigen Tagen eine drohende Staatspleite auf den letzten Drücker abgewendet. Der Finanzminister ist der letzte verbliebene Top-Berater aus dem Wirtschaftsteam, mit dem Obama vor zweieinhalb Jahren antrat. Der frühere Notenbanker hatte nach dem Wechsel in die Politik anfangs mit heftiger Kritik an seiner Amtsführung zu kämpfen. Mittlerweile gilt Geithner allerdings als ruhender Pol in der Regierung.

Kommentare (7)

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07.08.2011, 22:21 Uhr

Liebe Republikaner, nicht Geithner müßte zurücktreten sondern ihr gehört als Partei verboten wegen Hochverrat am Volk, denn ihr haben es die letzten Jahren unter Bush verbock und ihr hab das Land an die Wand gefahren.

Realist

08.08.2011, 02:21 Uhr

Liebe Wahrheit29, Ihre Einlassung ist völlig falsch! Der Demokrat Clinton hat das gesamte Desaster zu vernatworten, da er derjenige war, der die Unterschrift unter ein Gesetz paltziert hat, welches es den Banken erlaubte, bar jeder Regeln miese Kredite zu vergeben, diese in Fonds zu verstecken und weltweit zu verhökern! Er hat die Meute von der Leine gelassen, die letztendlich heute all die Schulden dieser Welt als Guthaben auf ihren Konten verbuchen! Sein vielgerühmter Haushaltüberschuss war auf den Privatschulden seiner Bürger aufgebaut worden! DAS ist die Realtität! Will nur keiner mehr wahrhaben, da Bush und die Reps sich ja vorzüglich als Prügelknaben eignen!
Und der liebe Herr Geithner scheint überhaupt keinen Plan zu haben (wie der gesamte Rest der Refierung auch). Aber das verwundert nicht, leistet man sich doch externe Berater in Sachen Wirtschaft wie Mr. Immelt, der in seiner Funktion als CEO von GE gerade dabei ist, ein paar tausend Jobs und 2 Billionen USD Investitionen nach China auszulagern!

Compradore

08.08.2011, 06:08 Uhr

S&P hat offensichtlich eine politische Entscheidung getroffen. Praesident Obama muss weg ! Wehe dem der es wagt, S&P zu kritisieren.

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