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18.04.2012

21:33 Uhr

US-Finanzminister

USA haben Europa genug geholfen

Timothy Geithner wehrt sich gegen den Vorwurf, die USA hätten in der Schuldenkrise nicht genug geholfen. Weitere Gelder will die US-Regierung allerdings nicht zusagen - und das aus einem bestimmten Grund.

Die USA hätten eine „zentrale Rolle“ bei der Unterstützung Europas gespielt, so Geithner (Foto). AFP

Die USA hätten eine „zentrale Rolle“ bei der Unterstützung Europas gespielt, so Geithner (Foto).

WashingtonUS-Finanzminister Timothy Geithner hat seinem Land eine zentrale Rolle im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise bescheinigt. Die USA hätten als einziges Land der Europäischen Zentralbank und den europäischen Notenbanken direkt Dollar in Form von Swapvereinbarungen zur Verfügung gestellt, erklärte Geithner am Mittwoch bei einer Rede an der Brookings Institution. „Andere Staaten sind nicht direkt dazu bereit, sie gehen nur über den IWF und was der IWF unternimmt wird natürlich zu einem bedeutenden Teil von den USA getragen“, sagte er. Die USA hätten eine „zentrale Rolle“ bei den internationalen Bemühungen zur Unterstützung Europas gespielt.

Bei einem informellen Treffen der G7-Staaten am Donnerstag soll es unter anderem darum gehen, ob der IWF mehr Geld erhält, um eine höhere Brandmauer gegen eine Ausbreitung der Schuldenkrise zu errichten. Japan, Schweden und Dänemark haben bereits weitere Gelder zu gesagt. Die Regierung von Präsident Barack Obama hat mehrfach betont, sie werde den Kongress nicht um einen zusätzlichen Beitrag bitten. Es wird befürchtet, dass dies in einem Wahljahr angesichts der hohen US-Schulden massive Kritik an Hilfen für wohlhabende europäische Staaten hervorrufen würde. Die US-Regierung hat zudem wiederholt erklärt, der IWF verfüge über ausreichende Mittel.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Thomas-Melber-Stuttgart

18.04.2012, 22:10 Uhr

Dafür haben die USA uns auch in die Scheixxe geritten.

Brasil

19.04.2012, 00:11 Uhr

Die USA tragen nicht nur zu den Problemen in der ganzen Welt bei, nein, sie sind die Verursacher der ganzen Probleme. Die Begründungen hierfür würde den Rahmen eines Kommentars sprengen und füllen andernorts viele Bücher!

keeper

19.04.2012, 00:16 Uhr

Die USA mit ihrem gigantischen Zwillingsdefizit soll irgendwem helfen?

"In den letzten sechs Monaten, seit Beginn des Fiskaljahres 2011/2012 haben sich bereits -778,988 Mrd. Dollar Haushaltsdefizit bei der Zentralregierung in Washington angesammelt"

und im "letzten abgelaufenen Fiskaljahr 2010/2011 satte -1,296801 Billionen Dollar"

das sind an Neuverschuldung in den USA (311 Mio Einwohner) ca. 340 EUR pro Kopf und pro Monat an Neuverschuldung...

... und das bei einem gigantischem Handelsbilanzdefizit!

Was will uns Geithner damit sagen?
Richtig: auch in der Eurozone steht eine große Zentralbank,
welche nötigenfalls pro Europäer 340,- EUR pro Monat neu drucken, und verteilen kann...

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