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11.09.2013

08:07 Uhr

US-Geheimdienst

NSA gibt massenhafte Ausspähung zu

Neues im Ausspähungsskandal: Die NSA gesteht das massenhafte Sammeln von US-Telefondaten ein. Vorsatz soll das nicht gewesen sein, eher ein Versehen: In der Behörde soll keiner die technischen Abläufe überblickt haben.

Angeblich ahnungslos: NSA-Chef will die Fehler aufklären. dpa

Angeblich ahnungslos: NSA-Chef will die Fehler aufklären.

San FranciscoAgenten des US-Geheimdienstes NSA haben nach dessen eigenen Angaben rechtswidrig massenhaft Kommunikationsdaten von US-Bürgern gesammelt, weil angesichts der Größe und Kompliziertheit des Spähprogramms niemand in der Behörde „ein vollständiges technisches Verständnis“ davon gehabt habe. Das geht aus bislang der Geheimhaltung unterliegenden Dokumenten hervor, die eine dreijährige Missbrauchsphase beim Abfischen inländischer Kommunikation von 2006 bis 2009 abdecken.

Die Veröffentlichung erreichte die Electronic Frontier Foundation, die sich der Verteidigung der Grundrechte in der digitalen Welt verschrieben hat, mit einer Klage. Der Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper erklärte, damit zeige die Regierung ihre Entschlossenheit, „Fehler zu entdecken, zu korrigieren und zu berichten, die bei der Umsetzung technisch komplexer Aktivitäten bei der Nachrichtenbeschaffung passieren“. Aus den Dokumenten gehe hervor, dass Übergriffe beim Datensammeln abgestellt worden seien, wenn sie entdeckt worden seien - etwa „beim Programm zum Sammeln von Telefon-Metadaten“.

Die Regierung hatte bereits nach den Enthüllungen des früheren NSA-Miatarbeites Edward Snowden eingeräumt, dass mehr Telefondaten und Internetaktivitäten von Amerikanern ausgespäht worden seien, als vom Kongress und dem das Programm kontrollierenden Geheimgericht erlaubt. Ein Richter dieses Foreign Intelligence Surveillance Courts, Reggie Walton, hatte sich im März 2009 verärgert über eine Erklärung des NSA gezeigt, die Auflagen beim Datensammeln seien missverstanden worden. Eine solche Auslegung von Gerichtsanordnungen strapaziere die Leichtgläubigkeit. Er drohte wegen der Überschreitungen sogar mit der Schließung des Überwachungsprogramms.

Von

ap

Kommentare (3)

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peer-bilderberger

11.09.2013, 08:18 Uhr

Alles was aus den USA kommt ist schlecht, außer Coca Cola.
Obwohl man sich bei Coca Cola auch irren kann.

Die wirtschaftlichen Parameter der USA kollabieren gerade und EU-Land wird stärker und stärker. Unter der Führung von Deutschland experimentieren die Völker Europas gerade eine vollkommen neue Art, wie man Wohlstand bekommen kann.

Wohlstand durch eigene Arbeit.

Die alten Piratenmodelle, dass man nur durch Raub und Völkermord zu Reichtum kommen kann, gehören der Vergangenheit an. An diese Denke der alten Dinos (USA, Israel, England, Frankreich, Spanien und andere Kolonialmächte) ist ungeeignet, um in die Zukunft zu kommen. Europa wird deshalb siegen und die Piraten werden bald nur noch Geschichte sein für die man sich schämt.

Account gelöscht!

11.09.2013, 09:27 Uhr

Die USA und ihre Nachahmer funktionieren eben immer noch so wie zu Zeiten der Entdeckung der Atomspaltung und der daraus entstandenen Bombentechnologie:
"Ich habe da etwas entdeckt, gestohlen, und verstehe es mangels eigener Forschung nicht! Also probiere ich es aus, bis es kracht."
Danach kommen halbherzig ein paar Entschuldigungen - wenn man mich dazu zwingt - und weiter geht´s...

Account gelöscht!

11.09.2013, 09:51 Uhr

EU-Land stärker? Was haben Sie denn geraucht?

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