Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2017

15:51 Uhr

US-Jobmarkt

Firmen schaffen fast 250.000 Jobs

Der Monat Januar hat in den USA einen Boom am Arbeitsmarkt ausgelöst. Laut dem Arbeitsvermittler ADP sind 246.000 neue Stellen entstanden. Das ist der höchste Anstieg seit über einem halben Jahr.

Im vergangenen Monat schafften die US-Unternehmen fast eine Viertel Million neue Jobs. AFP; Files; Francois Guillot

Arbeitsplätze

Im vergangenen Monat schafften die US-Unternehmen fast eine Viertel Million neue Jobs.

New YorkUS-Firmen haben zu Jahresbeginn einen wahren Job-Boom ausgelöst. Im Januar entstanden 246.000 neue Stellen, wie der Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch unter Berufung auf seine Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Das ist der höchste Anstieg seit Juni 2016. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Plus von 165.000 gerechnet. Selbst die größten Optimisten unter ihnen hatten lediglich 200.000 neue Jobs für möglich gehalten: „Der US-Jobmotor läuft auf Hochtouren. Kleine wie auch mittelgroße Unternehmen schlagen sich außergewöhnlich gut“, sagte die Leiterin des ADP Research Institutes, Ahu Yildirmaz.

Die Daten wurden wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der Notenbank Fed veröffentlicht. Sie dürfte nach ihrer jüngsten geldpolitischen Straffung im Dezember wohl vorerst die Füße stillhalten, aber im Laufe des Jahres nachlegen. Die Fed soll Vollbeschäftigung fördern und stabile Preise sichern. Während die Inflation noch als etwas zu niedrig eingeschätzt wird, sieht sich die Notenbank am Jobmarkt praktisch am Ziel. Die ADP-Daten dürften sie in dieser Einschätzung bestätigen.

Trumps „Buy American“ – und mögliche Folgen: No more Haribo Gold Bears?

Trumps „Buy American“ – und mögliche Folgen

No more Haribo Gold Bears?

Schottet der US-Präsident sein Land ab und müssen die Amerikaner bald auf liebgewonnene Produkte verzichten?

Notenbankchefin Janet Yellen hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sie gewillt ist, mit höheren Zinsen gegen eine mögliche Überhitzung der Wirtschaft anzugehen. Derzeit hält sie den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld in einer Spanne zwischen 0,5 und 0,75 Prozent. Investoren setzen darauf, dass der am 20. Januar ins Weiße Haus eingezogene US-Präsident Donald Trump mit seiner Politik die bereits rund laufende Wirtschaft stärker anheizen wird. Der Republikaner hat billionenschwere Investitionen in die Verkehrswege und drastische Steuersenkungen in Aussicht gestellt.

Mit Spannung blicken die Märkte auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag ansteht. Hier rechnen Experten bislang mit einer Zunahme der Jobs im Januar um 175.000. Darin sind neben Jobs in der Privatwirtschaft auch vom Staat geschaffene Stellen enthalten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×