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18.01.2005

22:50 Uhr

US-Kampagne gegen atomare Bedrohung

Sanktionen gegen angebliche Iran-Helfer

Die USA haben gegen einige chinesische Firmen Wirtschaftssanktionen verhängt, da sie den Iran bei der Planung von Langstreckenraketen unterstützt haben sollen.

HB WASHINGTON. Dies ging aus Unterlagen der Regierung von Präsident George W. Bush hervor. China wies die Sanktionen, die die Firmen in den USA unter anderem von öffentlichen Aufträgen ausschließt, am Dienstag als ungerechtfertigt zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking erklärte, sein Land sei gegen jede Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Die betroffenen Firmen wie etwa China Great Wall Industry und China North Industry haben enge Kontakte zum chinesischen Militär.

Die Sanktionen gegen die Unternehmen sind Teil einer umfassenden Kampagne der Bush-Regierung gegen die von den USA gesehene atomare Bedrohung des Iran. Die USA werfen dem Land vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Energieprogramms Atomwaffen zu entwickeln, was der Iran bestreitet. Bush hatte am Montagabend in einem Fernsehinterview einen Militäreinsatz in dem Atomstreit nicht ausgeschlossen. Der Iran reagierte darauf scharf und und erklärte, militärisch stark genug zu sein, um einen Angriff zu verhindern. Bush-Sprecher Scott McClellan betonte dann am Dienstagnachmittag in Washington, die USA arbeiteten gemeinsam mit den europäischen Verbündeten weiter an einer diplomatischen Lösung des Atomstreits mit dem Iran. Dabei sei entscheidend, ob das Land seinen Verpflichtungen nachkomme.

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