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27.03.2012

12:21 Uhr

US-Kandidat für Weltbankspitze

Jim Yong Kim startet Charme-Offensive

Kim reist in den kommenden Tagen nach Afrika und Asien, um dort für seine Wahl zum Vorsitzenden der Weltbank zu werben. Traditionell steht der Bank ein US-Bürger vor - die Schwellenländer entscheiden inzwischen mit.

Jim Yong Kim ist bisher Präsident des Elite-College Dartmouth. dpa

Jim Yong Kim ist bisher Präsident des Elite-College Dartmouth.

Der Kandidat der USA für den Chefposten der Weltbank, Jim Yong Kim, will in den kommenden Tagen in sieben Ländern für seine Wahl werben. Kim werde am Dienstag zu einer elftägigen Reise nach Afrika, Asien und Lateinamerika aufbrechen, kündigte das US-Finanzministerium am Montag an. Kim will in Äthiopien, China, Japan, Südkorea, Indien, Brasilien und Mexiko für sich werben.

An der Spitze der Weltbank steht gewöhnlich ein US-Bürger. Angesichts des wachsenden Gewichts der sogenannten Schwellenländer stellen Staaten wie China, Indien oder Brasilien diese ungeschriebene Regel aber zunehmend in Frage. Kim werde auf seiner Reise Regierungschefs, Finanzminister und andere „Beteiligte“ treffen, um sie zu fragen, welche Schwerpunkte sie in den kommenden Jahren bei den Aufgaben der Weltbank sehen, erklärte das US-Finanzministerium. Es solle eine „Reise des Zuhörens“ werden.

Der 52-jährige Kim steht seit 2009 an der Spitze der US-Eliteuni Dartmouth College und hat Doktortitel in Medizin und Anthropologie erworben. Erfahrungen in der Entwicklungspolitik sammelte er als früherer Leiter der Abteilung für die Bekämpfung von Aids bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der in Korea geborene US-Bürger war als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert. Weitere Kandidaten für den Posten des Weltbankpräsidenten sind Nigerias Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala und der frühere kolumbianische Finanzminister José Antonio Ocampo.

Von

afp

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