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10.03.2011

15:11 Uhr

US-Kongress

Anhörung über „radikale Muslime“ schürt Ärger

Eine geplante Reihe von Kongressanhörungen über die „Radikalisierung der muslimischen Gemeinschaft“ sorgen in den USA für Ärger. Peter King, republikanischer Leiter des Heimatschutz-Ausschusses, setzte das Thema durch.

Die Pläne von Peter King sorgen in den USA für großen Ärger. Quelle: dapd

Die Pläne von Peter King sorgen in den USA für großen Ärger.

WashingtonIn den USA sorgt eine geplante Serie von Kongressanhörungen über die „Radikalisierung der muslimischen Gemeinschaft“ für Aufregung. Der republikanische Leiter des Heimatschutz-Ausschusses, Peter King, setzte das Thema trotz heftiger Kritik muslimischer Organisation und der Demokratischen Partei erstmals für Donnerstag auf die Tagesordnung.  

Er wolle nach eigenen Angaben untersuchen, warum immer mehr Muslime in dem Land zu extremistischer Gewalt gegen US-Ziele neigten. Zahlreiche Bürgerrechtsgruppen zeigten sich über die Fragestellung zutiefst empört.  

„Es gibt Elemente in dieser Gemeinschaft, die radikalisiert werden“, sagte King in einem Fernsehinterview. Es gebe „zu viele Moscheen in diesem Land“, von denen 80 Prozent von Extremisten beherrscht würden. Für ihn sei die muslimische Gemeinschaft „der Feind, der unter uns lebt“, sagte der Abgeordnete aus New York.  Noch am Mittwoch hatten mehr als 50 demokratische Kollegen im Repräsentantenhaus mit einem Brief versucht, King dazu zu bringen, die Anhörung am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit abzusagen.

Von

dpa

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