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07.06.2013

10:13 Uhr

US-Konjunktur

Wie stark ist Amerikas Aufschwung?

VonNils Rüdel

Mit Spannung werden heute die US-Arbeitslosenzahlen erwartet. Aktuelle Konjunkturdaten lassen Ökonomen hoffen, dass Amerika die strukturellen Probleme abschüttelt. Doch die Risiken sind noch nicht verschwunden.

In den USA stehen die Zeichen auf Aufschwung. ap

In den USA stehen die Zeichen auf Aufschwung.

New YorkLängst gibt es wieder hoffnungsvolle Signale, die die US-Wirtschaft aussendet. Die Amerikaner schauen wieder zuversichtlich in die Zukunft. Ihre Häuser steigen im Wert, die Schulden nehmen ab, und das zusätzliche Geld wird in den Konsum gesteckt. Zugleich verbucht die Industrie mehr Aufträge, während die Börsen von einem Rekordhoch ins nächste taumeln. Ob diese Daten mehr sind als nur Zeichen der Hoffnung wird sich am Freitagnachmittag herausstellen.

Am Nachmittag gibt das US-Arbeitsministerium die Arbeitslosenzahlen aus dem Mai bekannt, dann wird sich zeigen, ob die US-Wirtschaft auf ihrem Erholungskurs bleibt. „Dieser Arbeitsmarktbericht wird wohl die meiste Aufmerksamkeit bekommen in diesem Aufschwung“, sagte der US-Chefökonom der Großbank Barclays, Dean Maki, im TV-Sender CNBC.

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Erst schwänzt Ben Bernanke ein Notenbanker-Treffen, dann erklärt er sich für ersetzbar. Nun hält er auch noch witzige Reden. Der Chef der US-Notenbank Fed wirkt, als freue er sich auf einen ruhigeren Lebensabschnitt.

Ökonomen rechnen zwar damit, dass die Quote gegenüber April bei noch immer noch hohen 7,5 Prozent verharren oder höchstens leicht auf 7,4 Prozent sinken wird. In der größeren Perspektive aber geht sie schon seit Jahren zurück.

Fast vergessen scheinen inzwischen die Zeiten, als die US-Wirtschaft regelrecht in Trümmern lag. Noch Anfang 2009, nach dem Höhepunkt der Finanzkrise, hatte es nichts als deprimierende Nachrichten gegeben. Jeden Monat verloren Hunderttausende ihren Job, die Arbeitslosenquote kletterte auf zehn Prozent, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Rekordtempo.

Doch das war gestern. „Wir sehen eine wirtschaftliche Erholung, die aus mehreren Rohren feuert: Häusermarkt, Kredite, Jobs, Zuversicht“, sagte James Paulsen, Investment-Stratege bei Wells Capital Management, der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Zwar werde sich das Wachstum nicht rasant beschleunigen. Doch sei mittlerweile klar, dass der Aufschwung real ist.

Kommentare (15)

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Gast

07.06.2013, 10:33 Uhr

"Wie stark ist Amerikas Aufschwung?"

So stark, wie sich die Daten schön-drehen lassen.

Account gelöscht!

07.06.2013, 10:35 Uhr

Eine stärkere reale pro Kopf Verschuldung wie sie nicht mal Griechenland jemals erreichen könnte. Ein Gelddruck Volumen dass wenn man die Zahlen sieht, sich fragt wie das legal weltweit geduldet wird und wie es sein kann dass weltweit Dollars als Zahlungsmittel anerkannt werden. 45 Millionen MEnschen die auf Essensmarken angewiesen sind. Horrende Kosten durch Kriegstreibereien...

Also sorry wer hier von einem Aufschwung redet hat nichts verstanden. Die USA in ihrer jetzigen Form leben davon den kompletten Globus zu verdummbeuteln und mit der Artillerie in Schacht zu halten. Aufschwung??? Eine eher schlechte Schmierkomödie.

keeper

07.06.2013, 10:43 Uhr

"Aktuelle Konjunkturdaten lassen Ökonomen hoffen, dass Amerika die strukturellen Probleme abschüttelt"

soll wohl ein Scherz sein.

Evtl. wurde durch Fracking und FED-Maßnahmen etwas Zeit erkauft, aber nur um an der Struktur nichts zu verändern.

Ungleichverteilung führt zu Nachfragefinanzierung mittels Kredit.
Oder ohne Kredit in die Rezession.

Das strukturelle Problem ist die Ungleichverteilung.

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