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13.12.2011

21:27 Uhr

US-Notenbank

Keine neue Konjunkturspritze

Die Fed wird den Leitzins im kommenden Jahr nicht ändern. Die US-Notenbank bestätigte die Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent. Wegen der schwachen Wirtschaftslage wird der Leitzins auch bis Mitte 2013 so niedrig bleiben.

Ben Bernanke belässt den Leitzins bei 0,0 bis 0,25 Prozent. dpa

Ben Bernanke belässt den Leitzins bei 0,0 bis 0,25 Prozent.

WashingtonNach dem Abflauen der Rezessionsgefahr hält sich die US-Notenbank Federal Reserve vorerst mit neuen Konjunkturspritzen zurück. Der Offenmarktausschuss beschloss am Dienstag, den historisch niedrigen Leitzins von null bis 0,25 Prozent beizubehalten. Daran soll sich auch bis Mitte 2013 nichts ändern.

Angesichts der weltweiten Turbulenzen im Sog der Euro-Krise halten sich die Notenbanker um Gouverneur Ben Bernanke jedoch die Tür für weitere Ankaufprogramme zur Stützung der lahmenden Konjunktur offen. „Der Ausschuss ist darauf vorbereit, seine Instrumente zur Förderung einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung im Zusammenspiel mit Preisstabilität einzusetzen“, heißt es in der Erklärung zu dem Zinsentscheid, der mit neun zu eins Stimmen fiel.

Wie bereits im Vormonat verlangte der Präsident der Fed von Chicago, Charles Evans, vergeblich eine sofortige Konjunkturspritze. Der Dollar legte nach der Fed-Mitteilung zum Euro zu und baute seine Tagesgewinne weiter aus. Die Investoren an der Wall Street reagierten dagegen auf die Mitteilung leicht verschnupft: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte wie auch der breiter gefasste S&P 500 drehten leicht ins Minus.

Die Notenbank verweist in ihrer Erklärung auf die angespannten globalen Finanzmärkte, die „weiterhin ein bedeutendes Abwärtsrisiko für den wirtschaftlichen Ausblick“ bedeuteten. Zudem sei die Arbeitslosigkeit weiter zu hoch, auch wenn die US-Wirtschaft trotz des Gegenwinds auf den Märkten in gemäßigtem Tempo gewachsen sei.

Experten entdeckten wenig Überraschendes in der Fed-Erklärung: „Das ist fast Wort für Wort dieselbe Erklärung wie im vorigen Monat“, meint Dominick Chirichella von Energy Management Institute in New York. Das Wirtschaftswachstum war im Sommerquartal mit aufs Jahr hochgerechnet 2,0 Prozent zu schwach ausgefallen, um eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarktes anzustoßen.

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