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03.06.2017

09:29 Uhr

US-Notenbank

Trump schickt zwei Konservative ins Fed-Direktorium

Noch während des Wahlkampfs kritisierte Trump das Fed-Direktorium scharf. Der US-Präsident will offenbar eine härtere Zinspolitik der US-Notenbank. Nun soll Trump zwei Konservative für die offenen Posten nominiert haben.

Donald Trump hatte die derzeitige Notenbank-Chefin Janet Yellen im Wahlkampf heftig kritisiert. Von seiner harten Kritik war er aber vergangenen Monat abgewichen. AP

US-Präsident Trump

Donald Trump hatte die derzeitige Notenbank-Chefin Janet Yellen im Wahlkampf heftig kritisiert. Von seiner harten Kritik war er aber vergangenen Monat abgewichen.

Washington/New YorkUS-Präsident Donald Trump hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für zwei konservative Kandidaten für das Direktorium der US-Notenbank Fed entschieden. Wie die „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf Insider berichtete, wird Trump den Universitäts-Professor Marvin Goodfriend und den früheren Mitarbeiter im US-Finanzministerium, Randal Quarles, für zwei der drei offenen Posten nominieren. Beide sind als Verfechter einer strafferen geldpolitischen Linie bekannt. Goodfriend und Quarles waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Sprecher des US-Präsidialamtes sagte, man sei noch nicht soweit, eine Entscheidung zu verkünden.

Sollten die beiden bestätigt werden, werde der Ton der Fed-Führung umgehend härter, sagte Volkswirt Stephen Stanley, der mit Goodfriend bei dem Fed-Ableger in Richmond zusammen gearbeitet hat. Experten rechnen allgemein damit, dass die Fed noch in diesem Monat ihre Zinsen anheben wird.

Goodfriend dürfte mit seiner Forderung, die Geldpolitik an eine Regel zu binden, innerhalb der Fed anecken. Notenbank-Chefin Janet Yellen hat sich mehrfach strikt gegen eine Bindung der Zentralbank an eine Formel ausgesprochen. Trump rückte jüngst von seiner massiven Kritik an Yellen ab und kann sich mittlerweile auch eine zweite Amtszeit der Top-Währungshüterin vorstellen.

Von

rtr

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