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22.08.2012

08:40 Uhr

US-Politik

Republikaner sollen Abtreibungsverbot beschließen

Die US-Republikaner wollen ein vollständiges Abtreibungsverbot. Trotz der Affäre um bizarre Äußerungen des Senatskandidaten Todd Akin sollen auch Abtreibungen in Vergewaltigungs- oder Inzestfällen verboten werden.

Der Republikaner Todd Akin. In einem Interview sagte er, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen "eher selten" seien, weil sich der Körper einer Frau nach einer "wirklichen Vergewaltigung" gegen eine Schwangerschaft wehre. dapd

Der Republikaner Todd Akin. In einem Interview sagte er, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen "eher selten" seien, weil sich der Körper einer Frau nach einer "wirklichen Vergewaltigung" gegen eine Schwangerschaft wehre.

WashingtonDie US-Republikaner wollen ein vollständiges Abtreibungsverbot in ihren politischen Leitlinien für die kommenden vier Jahre festschreiben. Eine Kommission aus 110 Mitgliedern fasste den Beschluss, der in der kommenden Woche vom Wahlparteitag für Präsidentschaftskandidat Mitt Romney verabschiedet werden soll, am Dienstag, wie die Partei mitteilte. Demnach sollen auch Abtreibungen in Vergewaltigungs- oder Inzestfällen verboten werden.

Die Republikaner befinden sich elf Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 6. November inmitten einer Affäre um bizarre Äußerungen eines Senatskandidaten zu Schwangerschaften als Folge von Vergewaltigungen. Todd Akin hatte in einem Interview gesagt, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen "eher selten" seien, weil sich der Körper einer Frau nach einer "wirklichen Vergewaltigung" gegen eine Schwangerschaft wehre.

Romney forderte ihn daraufhin auf, seine Kandidatur für einen Senatssitz im Bundesstaat Missouri zurückzuziehen. Der Parteichef der Republikaner, Reince Priebus, verlangte zudem, dass Akin nicht zum Parteitag der Republikaner in der kommenden Woche in Tampa in Florida kommen solle. Akin ließ die Kritik jedoch zuletzt an sich abperlen.

Seine Äußerungen sorgten für einen Sturm der Entrüstung bei den Demokraten von Präsident Barack Obama. Zu der neuen Entscheidung für die politischen Leitlinien teilte Obamas Lager am Dienstag mit, die Republikaner nähmen damit "den Akin-Zusatz" in ihr Parteiprogramm auf. Die politischen Leitlinien haben keinen verbindlichen Charakter.

Von

afp

Kommentare (2)

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Sven

22.08.2012, 10:51 Uhr

Ein freies/liberales Land scheinen die USA nun wirklich nicht mehr zu sein.

Hagbard_Celine

22.08.2012, 12:01 Uhr

Die meisten Kindstötungen in Deutschland werden aus Bequemlichkeit, also "wirtschaftlicher Indikation" durchgeführt.

Seit der "Legalisierung" wurden in Deutschland rund 8 Millionen Leben auf diese Art und weise ausgelöscht.

8 Millionen.



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