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11.06.2017

17:14 Uhr

US-Präsident gegen Ex-FBI Chef

Trump unterstellt Comey weitere Enthüllungen

Donald Trump legt im Streit mit seinem Ex-FBI-Chef über Twitter nach und nennt Comey "feige". In Großbritannien wird unterdessen gerätselt, ob der US-Präsident nur dann käme, wenn ihn die Bürger willkommen heißen.

Der US-Präsident bezichtigt seinen Ex-FBI-Chef per Twitter, hinter mehr als nur einer Enthüllung zu stehen. AP

Donald Trump

Der US-Präsident bezichtigt seinen Ex-FBI-Chef per Twitter, hinter mehr als nur einer Enthüllung zu stehen.

WashingtonNach der Aussage des Ex-FBI Chefs James Comey vor dem US-Senat scheint die Fehde um die Deutungshoheit gerade erst begonnen: Am Sonntag meldete sich US-Präsident Donald Trump erneut über Twitter zu Wort. Er bezeichnete Comey als „feige“ bezeichnet und unterstellt ihm, hinter weiteren Enthüllungen zu stehen. Er glaube, dass die Comey-Enthüllungen viel verbreiteter seien, „als man es jemals für möglich gehalten hätte“, schrieb Trump am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Er fügte hinzu: „Total illegal? Sehr „feige!“.

Der von Trump gefeuerte FBI-Chef hatte am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats ausgesagt und dabei auch zugegeben, dass er hinter einer Enthüllung über ein Gespräch zwischen ihm und dem Präsidenten steht. Comey erklärte, er habe einen Freund gebeten, einem Reporter eine Notiz über die Unterredung zuzuspielen, um so die Einsetzung eines Sonderermittlers zu erreichen. Comey hatte darin notiert, dass Trump ihn um die Einstellung der Ermittlung gegen den früheren nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn gebeten habe.

Comey untermauerte in der Anhörung Vorwürfe einer Einflussnahme des Präsidenten auf die Russland-Ermittlungen des FBI. Die Behörde untersucht Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland.

Trumps Reaktion nach der Comey-Aussage

„Absoluter Schwachsinn. Das habe ich nicht gesagt“

Trumps Reaktion nach der Comey-Aussage: „Absoluter Schwachsinn. Das habe ich nicht gesagt“

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Unterdessen sorgte ein Bericht des "Guardian" für Aufsehen, nachdem der US-Präsident seinen geplanten Staatsbesuch aus Furcht vor Massenprotesten verschiebe. Die britische Regierung dementierte diese umgehend. Die Pläne hätten sich nicht geändert, erklärte das Büro von Premierministerin Theresa May am Sonntag. Zuvor hatte der "Guardian" unter Berufung auf einen Berater der britischen Regierung berichtet, Trump habe in einem Telefongespräch erklärt, er wolle so lange nicht ins Vereinigte Königreich kommen, bis die britische Bevölkerung seine Reise befürworte. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.

May hatte Trump im Januar auch im Namen von Queen Elizabeth zu einem Staatsbesuch eingeladen. Ein Termin wurde bislang nicht genannt, in britischen Medien ist von Oktober die Rede. Nach dem Bekanntwerden der Einladung hatten 1,8 Millionen Briten mit einer Petition versucht, einen Besuch mit offiziellen Ehren zu verhindern, der auch ein Treffen mit Elizabeth beinhalten würde. Zur Begründung führen die Organisatoren an, dass dies "ihre Majestät die Königin in Verlegenheit bringen könnte".

Die Regierung in London wies dies zurück. Zuletzt sorgte Trumps Kritik am muslimischen Bürgermeister von London, Sadiq Khan, nach den Anschlägen in der britischen Hauptstadt für Unmut auf der Insel. Die Konservative May sah sich genötigt, das Labour-Mitglied Khan öffentlich in Schutz zu nehmen.

Kommentare (2)

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Herr Peter Spiegel

12.06.2017, 08:46 Uhr

Wieder einmal der übliche Racheakt von einem gefeuerten Angestellten. Wie lächerlich, daß immer hinterher die "Wahrheit" gesagt wird. Im Dienst sind die Herrschaften immer Abnicker, das erinnert mich an ein Parlament.....wo nur?

G. Nampf

12.06.2017, 09:18 Uhr

"...., nachdem der US-Präsident seinen geplanten Staatsbesuch aus Furcht vor Massenprotesten verschiebe. "

Wer ist denn hier wirklich feige?

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