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20.01.2014

07:37 Uhr

US-Präsident im Interview

Für Obama ist Kiffen nicht gefährlicher als Alkohol

Für US-Präsident Barack Obama ist Kiffen nicht schlimmer als der Genuss von Alkohol – für eine schlechte Idee hält er Marihuana allerdings dennoch. Auch für seine Töchter hat er einen Rat.

Barack Obama findet Marihuana „eine schlechte Idee, Zeitverschwendung und nicht sehr gesund“. ap

Barack Obama findet Marihuana „eine schlechte Idee, Zeitverschwendung und nicht sehr gesund“.

WashingtonKiffen ist laut US-Präsident Barack Obama nicht gefährlicher als das Trinken von Alkohol. Zugleich bezeichnete Obama in einem Interview mit der Zeitschrift „The New Yorker“ von Sonntag das Rauchen von Marihuana aber als „schlechte Idee“. „Wie gut dokumentiert ist, habe ich als Junge Marihuana geraucht, und ich sehe es als schlechte Angewohnheit und als Laster, nicht sehr anders als die Zigaretten, die ich als junger Mensch und einen Großteil meines Erwachsenenlebens geraucht habe“, sagte Obama.

„Ich denke nicht, dass es gefährlicher als Alkohol ist“, sagte der Präsident dem Magazin. Er habe seinen beiden Töchtern Sasha und Malia aber gesagt, dass Marihuana rauchen „eine schlechte Idee, Zeitverschwendung und nicht sehr gesund“ sei. In dem Interview, das inmitten einer Debatte um die Legalisierung von Marihuana fällt, kritisierte Obama auch, dass Jugendliche aus ärmeren Schichten eher wegen Drogenbesitzes inhaftiert würden und dies vor allem Afroamerikaner und Latinos treffe.

Wo die NSA im Ausland spioniert hat

Frankreich

Für Empörung sorgt diese Woche ein Bericht der französischen Tageszeitung „Le Monde“, wonach die NSA allein innerhalb eines Monats – zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 – 70,3 Millionen Telefonverbindungen in Frankreich überwachte. Bereits Anfang Juli hatte der britische „Guardian“ berichtet, der Geheimdienst habe unter anderem Frankreichs diplomatischen Vertretungen in Washington und bei den Vereinten Nationen in New York ausgespäht. Im September berichtete der „Spiegel“ auch von Spähangriffen gegen das französische Außenministerium in Paris.

USA

Die „Washington Post“ und der „Guardian“ berichten Anfang Juni, die NSA und die US-Bundespolizei FBI würden auf Serverdaten der großen Internetkonzerne wie Yahoo, Facebook, Google und Microsoft zugreifen. Der Name des geheimen Überwachungsprogramms: Prism.

Großbritannien

Der „Guardian“ berichtet Mitte Juni unter Berufung auf die Snowden-Dokumente, der britische Geheimdienst habe vor vier Jahren Delegierte von zwei in London stattfindenden G-20-Treffen ausgespäht. Ziele waren demnach die Delegationen Südafrikas und der Türkei. Die NSA soll bei der Gelegenheit versucht haben, ein Satelliten-Telefongespräch des damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew nach Moskau abzuhören.

EU und Uno

In seiner Ausgabe vom 1. Juli berichtet der „Spiegel“, die NSA habe in EU-Vertretungen in Washington, New York und Brüssel unter anderem Wanzen installiert. Auch sollen interne Computernetzwerke infiltriert worden sein. Ende August berichtet der „Spiegel“, die NSA habe auch die Zentrale der Vereinten Nationen in New York ausspioniert. Dem Geheimdienst gelang es demnach, in die interne Videokonferenzanlage der Uno einzudringen.

Brasilien

Der brasilianische Sender „Globo“ berichtet Anfang September, die NSA habe Telefonate und Internetkommunikation von Staatschefin Dilma Rousseff und ihren Mitarbeitern überwacht. Auch Unternehmen wie der Ölkonzern Petrobras und Millionen brasilianischer Bürger sollen ausgespäht worden sein. Verärgert verschiebt Rousseff einen für Oktober geplanten Staatsbesuch in den USA auf unbestimmte Zeit.

Mexiko

Der „Spiegel“ berichtet diese Woche, schon 2010 sei es einer NSA-Spezialabteilung gelungen, in das E-Mail-Konto des damaligen mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón einzudringen. Calderóns Nachfolger Enrique Peña Nieto forderte Anfang September Erklärungen von den USA, nachdem Globo berichtet hatte, die NSA habe ihn während des Wahlkampfs 2012 ausgespäht.

China

In einem Interview mit der Zeitung „South China Morning Post“ aus Hongkong gibt Snowden an, die NSA hätten chinesische Mobilfunk-Konzerne gehackt und Millionen von SMS ausgespäht. Demnach verübte die NSA auch Cyber-Attacken auf die Tsinghua-Universität in Peking. Dort sind sechs zentrale Netzwerk-Schaltstellen untergebracht, über die Chinas gesamter Internetverkehr läuft.

„Es ist wichtig für die Gesellschaft, nicht eine Situation zu haben, in der ein großer Teil der Bevölkerung im einen oder anderen Moment das Gesetz gebrochen hat, doch nur eine ausgewählte Zahl bestraft wird“, sagte Obama. Der Präsident begrüßte die kürzliche Legalisierung von Cannabis in den Bundesstaaten Colorado und Washington, nannte es jedoch ein „Experiment“, das sicher nicht alle damit verbundenen sozialen Probleme lösen könne. Eine Legalisierung auf Bundesebene forderte Obama nicht.

Von

afp

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

20.01.2014, 08:36 Uhr

Für Obama ist Kiffen nicht gefährlicher als Alkohol. Wen der US-Präsident diese Meinung vertritt, sollte er sofort seinen sogenannten drogenkrieg einstellen, und alle Drogen freigeben.
Er sollte sich einmal in ein Krankenhaus begeben, wo alle Drogen Kranke behandelt werden, danach sollte er seine unqualifizierte Meinung nochmals überdenken.
Man hat den Eindruck, der Präsident Kifft selbst.

Querdenker22

20.01.2014, 09:52 Uhr

Ja und, dann kifft er halt. Bei uns setzten sich Erwachsene in Autos mit 300 PS und fahren ihren Frust mitt 200 km/h auf der Autobahn aus. Das ist weitaus Asozialer, weil es u.U. Unschuldige trifft.

korb

20.01.2014, 11:30 Uhr

Fakt ist: das noch kein enziger Mensch je an einer Überdosis THC je starb, bei Alkohol jedoch schon. Somit ist es endgültig bewiesen das THC nicht so schädlich ist wie Alkohol.

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