Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.09.2011

01:36 Uhr

US-Präsident Obama

Euro-Krise muss entschlossen bewältigt werden

US-Präsident Obama steht im eigenen Land mit dem Rücken zur Wand und muss sein umstrittenes Job-Programm durchbringen. Trotzdem hat er noch Zeit auch den Europäern mit Rat in Sachen Euro-Krise zur Seite zu stehen.

US-Präsident Obama (r) fordert von den Europäern ein entschlossenes Handeln in der Euro-Krise. AFP

US-Präsident Obama (r) fordert von den Europäern ein entschlossenes Handeln in der Euro-Krise.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat sich tief besorgt über mögliche globale Folgen der Euro-Krise geäußert. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa ruft er die Europäer zum entschlossenen Kampf auf. Im Kern gehe es darum, die Währungsunion durch eine abgestimmte Haushaltspolitik zu ergänzen.

Besorgt äußerte er sich zu Italien und Spanien. So lange die Euro-Krise „nicht gelöst ist, werden wir weiterhin Schwächen in der Weltwirtschaft sehen“, sagte Obama dem spanischsprachigem Dienst der Deutschen Presse-Agentur sowie anderen spanischsprachigen Weltagenturen. Das Thema werde daher beim G-20-Gipfel im November in Cannes (Frankreich) ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

Es ist das erste Mal, dass sich Obama derart besorgt über die seit Monaten anhaltende Euro-Krise äußert. Zwar sei derzeit Griechenland das größte Sorgenkind. „Das größere Problem aber ist es, was in Spanien und in Italien passiert, falls die Märkte diese beiden großen Märkte herausfordern.“

Eindringlich äußerte sich Obama zum grundsätzlichen Problem hinter der Euro-Krise: „Europa hat derzeit zwar eine geeinte Währung, aber es verfügt über keine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Und das schafft große Probleme“, „Letztlich müssen sich die großen Länder in Europa und deren politische Führer zusammenfinden und eine Entscheidung darüber fällen, wie sie die Währungsintegration mit einer effektiveren und abgestimmten Haushaltspolitik zusammenbringen“, meinte Obama.

In den vergangen Wochen waren Bundeskanzlerin Angelas Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy kritisiert worden, sich nicht entschlossenen genug für eine Krisenlösung einzusetzen. Zwar versuchten die USA gemeinsam mit den Europäern, die Krise in den Griff zu bekommen, meinte Obama. Doch zugleich räumte er ein: „Aber wenn so viele Länder mit unterschiedlicher Politik und unterschiedlicher ökomonomischer Lage versuchen, sich auf einen Weg zu einigen, ist eine Abstimmung schwierig.“

Von

dpa

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

lowabras

13.09.2011, 01:59 Uhr

Sollte dieser Stümper denn nicht zuerst schauen, dass das Chaos in seinem Land in Ordnung kommt, oder hat er es dort schon aufgegeben, weil dies objektiv unmöglich ist?

lowabras

13.09.2011, 02:09 Uhr

Nachdem sich für sein Job Programm offensichtlich niemand interessiert, scheint er sich Sorge zu machen, dass sich China in Europa weiter einkauft, in Italien haben sie bereits angefangen, und dann Europa unter deren Regie prosperiert und damit die USA in der Bedeutungslosigkeit versinkt!
Ob die Chinesen weiter 400 Millionen regieren oder nicht, das fällt bei denen gar nicht auf. Un man muss ihnen zugestehen, sie machen das gar nicht ungeschickt.

Schimanski

13.09.2011, 03:02 Uhr

Ausnahmsweise hat er einmal Recht. Was die Europaer derzeit abliefern ist himmelschreiend und absolut verantwortungslos. Dagegen sind die amerikanischen Probleme ja geradezu ein Kindergeburtstag.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×