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15.01.2011

10:10 Uhr

US-Präsident

Obama lockert Sanktionen gegen Kuba

US-Präsident Barack Obama hat die Sanktionen gegen Kuba gelockert. Studenten, Künstlern und Kirchengruppen soll Reisen in das Land erleichert werden. Künftig dürften von allen internationalen Flughäfen in den USA Charterflüge nach Kuba angeboten werden. Zudem werde es einfacher, Gelder an Nicht-Familien-Mitglieder in Kuba zu schicken.

US-Präsident Obama will weitere Auflagen für Kuba-Reisen lockern. Quelle: Reuters

US-Präsident Obama will weitere Auflagen für Kuba-Reisen lockern.

HB TALLAHASSEE/USA. US-Präsident Barack Obama will die Sanktionen gegen Kuba lockern. So sollen weitere Reisebeschränkungen für Studenten und Kirchengruppen aufgehoben werden, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Außerdem soll jeder Amerikaner pro Quartal bis zu 500 Dollar (375 Euro) an kubanische Staatsbürger überweisen dürfen - vorausgesetzt, diese gehören nicht der Regierung oder der kommunistischen Partei an. Auch sollen künftig von allen größeren Flughäfen aus Charterflüge nach Kuba starten dürfen.

Bislang haben nur die Flughäfen in Miami, Los Angeles und New York eine Ausnahmegenehmigung dafür.

Der Chef des Flughafens Tampa International in Florida begrüßte die Lockerung der Sanktionen. Dies seien großartige Neuigkeiten für internationale Flughäfen, erklärte Joe Lopano in einer Pressemitteilung. Sein Flughafen werde sich um eine Genehmigung der Regierung bemühen, um möglichst rasch Flüge nach Kuba anbieten zu können.

Die republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus von Florida, Ileana Ros-Lehtinen, kritisierte die Aufhebung der Beschränkungen jedoch. Sie seien nicht dazu da, eine prodemokratische Entwicklung in Kuba zu stärken. Die Lockerung der Regelungen werde den Kubanern sicherlich nicht dabei helfen, sich von der Tyrannei, die sie umgebe, zu befreien, erklärte sie.

Bereits vergangenes Jahr hatte Obama einige Sanktionen gegen den Karibikstaat aufgehoben, um es kubanisch-amerikanischen Familien zu erleichtern, Angehörige zu besuchen oder Geld zu überweisen. Der Zustimmung des Kongresses bedarf es in diesem Fall nicht. Daher können die neuen Regelungen innerhalb von zwei Wochen in Kraft treten.

Zu Beginn seiner Regierungszeit hatte Obama eine Änderung der Kuba-Politik seines Landes angekündigt und einige Sanktionen gegenüber der Karibikinsel bereits leicht gelockert. Für ein Ende des Handelsembargos verlangte er jedoch demokratische Reformen und eine Stärkung der Menschenrechte.

Kommentare (2)

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Lutz

15.01.2011, 13:07 Uhr

Kuba ist zum Spielball zweier Atommächte geworden, die gegensätzliche ideologien verfolgten.

Diese Krise ist schon lange vorbei.

Mal sehen, wie kommunistische China die Welt rettet (Zumindest die deutsche Autoindustrie).

karlosdallos

16.01.2011, 02:17 Uhr

@ Lutz

Wie China die Welt rettet ?

China kauft sie einfach. China hat Dollar.

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