Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.04.2014

04:31 Uhr

US-Präsident Obama

„Russland will keinen Militärkonflikt mit den USA“

Laut Barack Obama sucht Russland im Ukraine-Konflikt keine militärische Auseinandersetzung mit den USA. Im Uno-Sicherheitsrat kam es unterdessen zu einem Streit um den Bericht zu Menschenrechten in der Ukraine.

„Wir brauchen keinen Krieg“: Russland will nach Angaben von US-Präsident Obama keinen Militärkonflikt mit den Vereinigten Staaten. dpa

„Wir brauchen keinen Krieg“: Russland will nach Angaben von US-Präsident Obama keinen Militärkonflikt mit den Vereinigten Staaten.

New YorkRussland will nach Angaben von US-Präsident Barack Obama im Streit um die Ukraine keinen Militärkonflikt mit den Vereinigten Staaten. „Sie (die Russen) sind nicht an einer militärischen Auseinandersetzung mit uns interessiert; wir brauchen keinen Krieg“, sagte Obama in einem Interview des TV-Senders CBS, der einen Teil des Gesprächs am Mittwoch online veröffentlichte. „Was wir brauchen, ist, dass Länder wie die Ukraine Beziehungen mit ihren Nachbarn haben können.“ Es sei „absolut klar“, dass Russland die territoriale Souveränität seines Nachbarlandes verletzt habe und „nicht-staatliche Milizen“ im Süden und Osten der Ukraine unterstütze.

US-Regierungssprecher Jay Carney bekräftigte unterdessen an Bord des Präsidentenflugzeugs „Air Force One“, dass die USA „voll und ganz“ hinter der am Mittwoch von der Nato angekündigten Truppenverstärkung an den Ostgrenzen stehen. Er nannte es erneut angemessen, dass die Ukraine Schritte unternimmt, um „Gesetz und Ordnung“ herzustellen. Dies müsste aber in verantwortlicher Weise geschehen.

Die USA bereiten unterdessen „aktiv“ neue Sanktionen gegen Russland vor, wie Carney hinzufügte. Diese könnten möglicherweise bereits am Donnerstag verkündet werden, wenn das in Genf geplante Krisentreffen zur Ukraine nicht den gewünschten Fortschritt bringt. Ob solche Strafmaßnahmen vor oder nach der Zusammenkunft verkündet würden und ob sie nicht nur Einzelpersonen und Unternehmen, sondern nun auch ganze russische Wirtschaftszweige treffen könnten, sagte Carney nicht.

Unterdessen haben sich Vertreter westlicher Staaten und Russlands im Uno-Sicherheitsrat einen Streit um einen Uno-Bericht zur Lage der Menschenrechte in der Ukraine geliefert. Der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin kritisierte den Bericht, wonach die russischsprachige Bevölkerung in der Ostukraine nicht Opfer von Menschenrechtsverletzungen ist, am Mittwochabend als "einseitig". Die Studie spiegele die Lage der russischsprachigen Bevölkerung des Landes nicht fair wider, sagte Tschurkin.

Der britische Uno-Botschaft Mark Lyall Grant betonte dagegen, nach den Erkenntnissen des Uno-Menschenrechtskommissariat gebe es "weder weitverbreitete noch systematische" Angriffe auf ethnische Russen in der Ukraine. Damit würden die Erkenntnisse anderer unabhängiger Institutionen wie der OSZE untermauert, die ebenfalls keine Beweisung für Bedrohungen gesehen hatte.

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

17.04.2014, 08:22 Uhr

"Der britische Uno-Botschaft Mark Lyall Grant betonte dagegen, nach den Erkenntnissen des Uno-Menschenrechtskommissariat gebe es "weder weitverbreitete noch systematische" Angriffe auf ethnische Russen in der Ukraine."

Ja, seitdem die Krim gezeigt hat, was sie von einem antiurussischen, überholten Kalter-Krieg Gewaltbündnissen wie der NATO Vorschub leistenden, vom Westen finanzierten und deshalb unsouveränen Kurs der NATO-Marionetten in Kiew hält, haben die Nationalisten einen Maulkorb aus Washington bekommen. Ganz verschämt hat man entsprechende anti-russische Gesetze erst mal (!) wieder zurückgezogen. Sollen die ukrainischen Russen warten, bis Tatsachen geschaffen sind und sie Fremde im eigenen Land werden?

Account gelöscht!

17.04.2014, 08:42 Uhr

Was für ein Kindergarte die Ukraine wird annekiert und freut ich noch darüber, Nato sollte an der Grenze verstärkt Präsenz zeigen. Russland auf allen Gebieten zeigen das ist Staatsterrorismus.

Account gelöscht!

17.04.2014, 08:52 Uhr

Zitat : Diese könnten möglicherweise bereits am Donnerstag verkündet werden, wenn das in Genf geplante Krisentreffen zur Ukraine nicht den gewünschten Fortschritt bringt.

- es wird in Genf keinen Fortschritt geben, vor allem keinen Fortschritt, den die USA orchestrieren.

Das Kind liegt dafür schon viel zu tief im Brunnen.

Zitat : Russland will nach Angaben von US-Präsident Barack Obama im Streit um die Ukraine keinen Militärkonflikt mit den Vereinigten Staaten

- wenn die Russen einen Konflikt mit den USA suchen, so suchen sie den dann auch in der Nähe der USA und nicht im eigenen Vorgarten !

Was für ein strategischer Depp !

Und sowas regiert die USA....? Diese Show-Falken würden nicht mal gegen die Ukraine bestehen, geschweige denn gegen Russland. Haben sie der Welt auch schon zu Genüge bewiesen ( Vietnam, Afghanistan, Irak, etc. ).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×