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03.04.2011

13:57 Uhr

US-Präsidentschaft

Barack Obama will erneut kandidieren

Noch ist offen, ob US-Präsident Barack Obama 2012 für eine zweite Amtszeit kandidieren wird. Diese Frage wird laut einem Medienbericht nun schneller geklärt als erwartet: Schon am Montag will sich Obama erklären.

Barack Obama. Quelle: Reuters

Barack Obama.

WashingtonMehr als eineinhalb Jahre vor der nächsten US-Präsidentenwahl peilt Barack Obama bereits konkret seine zweite Amtszeit im Weißen Haus an. Schon an diesem Montag könnte er offiziell seine Kandidatur ankündigen, berichteten US-Medien. Per E-Mail und Textnachricht wolle sich Obama an seine Anhänger wenden.

Der genaue Zeitpunkt der Ankündigung hänge jedoch „von äußeren Faktoren“ ab, etwa vom Fortgang der schwierigen Etatverhandlungen im Kongress, meldete der Fernsehsender CNN am Sonntag.

Die Wahlkampfzentrale des Präsidenten wird nach Informationen der „New York Times“ und „Washington Post“ in dieser Woche offiziell in einem Hochhaus in Chicago ihren Betrieb aufnehmen. Dann würden auch die notwendigen Anträge gestellt, damit Obama Wahlkampfspenden annehmen könne. Am 14. April sei dann in Chicago die erste Spendenveranstaltung geplant, berichtete CNN. Bereits in der vergangenen Woche hatte er bei einer Veranstaltung seiner Demokraten in New York wohlhabende Parteifreunde um Unterstützung gebeten.

Für einen amtierenden Präsidenten wäre es ein ungewöhnlich früher Einstieg in das Rennen um das Weiße Haus; die Bürger werden erst am 6. November 2012 an die Wahlurnen gerufen. Die „Washington Post“ begründete Obamas frühen Vorstoß mit den voraussichtlich hohen Wahlkampfkosten. Insgesamt könnte der Stimmenfang diesmal die Rekordsumme von einer Milliarde Dollar (rund 700 Millionen Euro) pro Kandidat verschlingen, schätzten Obama-Anhänger.

Von den Republikanern hat bisher nur der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, erste Schritte für eine Kandidatur unternommen. Vor vier Jahren hatten um diese Zeit bereits zahlreiche Republikaner ihren Hut in den Ring geworfen. Allerdings wird erwartet, dass die meisten Obama-Herausforderer im Laufe des Aprils ihren Hut in den Ring werfen werden.

Außerdem hat Barack Obama die Koranverbrennung in den USA und die Racheakte danach in Afghanistan scharf verurteilt. Obama erklärte: "Die Schändung von jedem heiligen Text, einschließlich des Koran, ist ein Akt extremer Intoleranz und Bigotterie". Jedoch sei es auch schändlich, als Antwort darauf unschuldige Menschen anzugreifen und zu töten. Das sei ein Angriff auf die menschliche Würde. Keine Religion toleriere das Abschlachten und Enthaupten unschuldiger Menschen, sagte Obama. Es gebe keine Rechtfertigung für ein solches schändliches und bedauernswertes Vorgehen.

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