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09.04.2012

03:50 Uhr

US-Präsidentschaftskandidaten

Gingrich sieht Rivalen Romney als Favoriten

Seine Chancen stehen schlecht, der Wahlkampftopf ist in den Miesen - trotzdem macht Newt Gingrich weiter. Der Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner will das Wahlprogramm mitgestalten.

Der republikanische Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur Newt Gingrich. dapd

Der republikanische Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur Newt Gingrich.

WashingtonIm Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat der abgeschlagene Bewerber Newt Gingrich die Favoritenrolle seines Rivalen Mitt Romney eingeräumt. Romney sei «bei weitem der wahrscheinlichste Kandidat», sagte Gingrich am Sonntag dem Fernsehsender Fox News. Für die Präsidentschaft der USA zu kandidieren, „hat sich als viel schwieriger herausgestellt, als ich dachte“.

Der Polit-Veteran versprach Romney seine uneingeschränkte Unterstützung, sollte sich dieser bei den Vorwahlen die 1144 Delegiertenstimmen sichern, die er für eine Nominierung auf dem Republikaner-Parteitag Ende August braucht.

Obwohl Gingrich bisher nur zwei Vorwahlen für sich entscheiden konnte, denkt er weiterhin nicht ans Aufhören. Er hoffe, auf diese Weise größeren Einfluss auf das Wahlprogramm seiner Partei nehmen zu können, sagte er Fox News. Der frühere Chef des Repräsentantenhauses räumte ein, dass seiner Kampagne inzwischen das Geld ausgeht und bescheinigte seinem Rivalen Romney großes Geschick beim Geldeintreiben. Gingrich sagte, sein Wahlkampf stehe mit knapp unter 4,5 Millionen Dollar (3,4 Millionen Euro) in der Kreide, vor etwa zwei Wochen musste er rund ein Drittel seiner Wahlkampf-Mitarbeiter entlassen.

Nach Angaben der Webseite realclearpolitics.com entfallen auf Romney bisher 655 Delegierte und auf den Zweitplatzierten Rick Santorum 272 Delegierte. Gingrich kommt demnach auf nur 140, der letzte Bewerber Ron Paul auf 67 Delegierte.

Unterdessen wächst auch der Druck auf Romneys erzkonservativen Hauptwidersacher Santorum, sich aus dem Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur zurückzuziehen. Im Sender CBS riet der einflussreiche Baptisten-Pfarrer Richard Land am Sonntag seinem «Freund» Santorum zum Rückzug.

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