Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.06.2015

03:50 Uhr

US-Präsidentschaftskandidatur

Demokrat Lincoln Chafee will ins Weiße Haus

Lincoln Chafee war Republikaner, später Unabhängig, dann wechselte er zu den Demokraten: Der frühere Gouverneur und Senator hat seine Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten angekündigt.

Lincoln Chafee war republikanischer US-Gouverneur und Senator. Nun steigt er ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ein. ap

Lincoln Chafee

Lincoln Chafee war republikanischer US-Gouverneur und Senator. Nun steigt er ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ein.

WashingtonDer frühere republikanische Gouverneur Lincoln Chafee geht als vierter Bewerber ins Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Der 62-jährige Ex-Senator und Ex-Gouverneur von Rhode Island kündigte seine Bewerbung am Mittwoch in bescheidenem Rahmen bei einer außenpolitischen Rede in der Virginia University an. Dabei sprach er sich für einen Einsatz der USA für Frieden und fairen Handel, für das Ende „extralegaler Tötungen durch Drohnenangriffe“ und für eine Heimkehr des wegen seiner Enthüllungen verfolgten Ex-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden aus.

Die USA stünden vor vielen Herausforderungen und insbesondere in der Außenpolitik bedürfe es eines klugen Präsidenten, sagte Chafee am Mittwoch. Als Präsident wolle er „Frieden wagen“ und „unsere Glaubwürdigkeit wiederherstellen“. Chafee war bereits als Republikaner für seine liberalen Ansichten bekannt gewesen. Er setzte sich für das Recht auf Abtreibung, für die Homo-Ehe sowie für höhere Steuern für Reiche ein. 2013 wechselte er zu den Demokraten.

Als Favoritin im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton. Auch der liberale Senator Bernie Sanders und der frühere Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley, bewerben sich. Chafee hat laut einer Umfrage des Instituts RealClearPolitics eine Zustimmungsrate von gerade einmal einem Prozent.

Dennoch könnte Chafee Clinton das Leben schwer machen. Bereits im April hatte er in einem Interview mit der „New York Times“ darauf hingewiesen, dass sie 2002 im US-Senat für die US-Invasion im Irak gestimmt habe. Der nächste US-Präsident „sollte nicht für diesen Krieg gestimmt haben“, sagte Chafee, der als einziger Republikaner gegen den Militäreinsatz gestimmt hatte.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×