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13.01.2012

20:13 Uhr

US-Präsidentschaftswahl

Komiker Colbert tritt bei US-Vorwahlen an

In seiner TV-Show kündigte er bereits an „Präsident der Vereinigten Staaten von South Carolina“ werden zu wollen. Jetzt macht der US-Satiriker Stephen Colbert Ernst und nimmt in seinem Heimatstaat an den Vorwahlen teil.

Stephen Colbert liegt in einigen Umfragen sogar vor manchem bekannten Politiker, doch ernsthafte Chancen werden ihm nicht eingeräumt. dpa

Stephen Colbert liegt in einigen Umfragen sogar vor manchem bekannten Politiker, doch ernsthafte Chancen werden ihm nicht eingeräumt.

New YorkDer Präsidentschaftswahlkampf in den USA könnte vielleicht nicht spannender, aber zumindest lustiger werden: Der Komiker und Satiriker Stephen Colbert hat seine Teilnahme an den Vorwahlen der Republikaner im Bundesstaat South Carolina angekündigt. Der 47-Jährige ist zwar einer der profiliertesten und geistreichsten Komiker des Landes, aber ernsthafte Chancen werden ihm nicht eingeräumt.

„Schon seit nun mehr als einem Tag ruft das Volk von South Carolina nach einem Mann, der die frühere Größe unserer Nation wieder zu ihrer jetzigen Perfektion macht“, sagte Colbert mit ernstem Ton in seiner Show. Er wolle „Präsident der Vereinigten Staaten von South Carolina“ werden.

Colbert, der selbst aus dem traditionsreichen, aber armen Südstaat stammt, liegt in Umfragen sogar vor einigen bekannten Politikern. Ihm dürften aber das Geld und der politische Rückhalt fehlen, im Rennen um die Präsidentschaft mitzumachen. Zudem hatte er schon vor vier Jahren eine ähnliche Aktion gestartet. Damals wies die Wahlkommission ihn zurück.

Colbert bezeichnet sich selbst als Demokraten und er gilt als linksliberaler Meinungsmacher. Seine Kunstfigur, die auch Stephen Colbert heißt, ist aber die eines konservativen Kommentators, wie man sie auf FOX oder anderen US-Sendern findet. Viermal die Woche sitzt er sorgfälitig frisiert und mit perfekt sitzendem Anzug im Studio und fordert sein Publikum mit ernster Mine auf, Amerika zu preisen und alles Unamerikanische zu verdammen.

Von

dpa

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