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17.08.2015

08:14 Uhr

US-Präsidentschaftswahlen

Trump wettert gegen illegale Einwanderer

Donald Trump sorgt erneut mit rassistischen Äußerungen für Empörung. Diesmal hält der Milliardär und republikanische US-Präsidentschaftsanwärter ein Plädoyer für Massenabschiebung und ein neues Staatsbürgerschaftsrecht.

Trump ist selbst Sohn einer Einwanderin. ap

Donald Trump

Trump ist selbst Sohn einer Einwanderin.

WashingtonDer republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat erneut gegen Einwanderer gewettert. Der illegalen Einwanderung müsse ein Riegel vorgeschoben werden, alle illegal Eingewanderten müssten die USA verlassen, sagte Trump am Sonntag dem Fernsehsender NBC.

„Ich liebe dieses Land und ich möchte es wieder groß machen“, hob der für seine scharfen Töne bekannte Milliardär hervor. „Und es wird nicht groß werden, wenn wir auf diese Art weiter machen, wir werden Dritte Welt werden. Wahrscheinlich sind wir das schon.“

Trump kritisierte die Dekrete von Präsident Barack Obama, die die Abschiebung von illegalen Einwanderern verlangsamt hätten. „Sie müssen gehen“, forderte der 69-jährige Geschäftsmann und kündigte neue Anforderungen für die Einwanderung in die USA an.

Der Republikaner ging allerdings nicht ins Detail und machte keine Angaben dazu, was mit Einwanderern geschehen solle, die nicht in ihre Heimat zurückkehren können. „Wir werden mit ihnen arbeiten“, sagte Trump dazu lediglich. „In vier Jahren werden Sie mich interviewen und sagen 'wie gut Sie das gemacht haben, Präsident Trump'“, prophezeite er.

Für Diskussionsstoff dürfte auch Trumps Vorhaben sorgen, die US-Staatsbürgerschaft nicht mehr automatisch allen zuzugestehen, die in den Vereinigten Staaten geboren werden. Dieses Staatsbürgerschaftsrecht sei "der größte Magnet für illegale Einwanderung", kritisierte Trump.

Mitte Juni hatte Trump bei der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung gesagt, wenn „Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht die besten.“ Pauschal warf er den Mexikanern vor: „Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger.“ Die Äußerungen hatten in den USA und in Lateinamerika heftige Kritik ausgelöst, Trump weigerte sich allerdings, sich zu entschuldigen.

Die meisten illegalen Einwanderer in den USA stammen aus Mexiko. Von den Latinos, der größten Minderheit in den USA, haben die meisten mexikanische Wurzeln. Beim Rennen um das Weiße Haus spielen Wähler mit lateinamerikanischen Wurzeln eine entscheidende Rolle. Trump ist selbst Sohn einer Einwanderin. Seine Großeltern väterlicherseits kamen aus Deutschland in die USA.

Von

afp

Kommentare (10)

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Herr Thomas Lob

17.08.2015, 10:09 Uhr

was ist denn daran empörend, wenn Trump illegale Flüchtlinge, die illegal einresien oder einen Antrag zu stellen abschieben will?

Herr Walter Gerhartz

17.08.2015, 11:07 Uhr

Die USA haben an Ihrer Grenze zu Mexico einen über 4 Meter hohen Zaun und 60.000 Soldaten
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Dort wird auch gnadenlos scharf geschossen, wenn Flüchtlinge nach den USA wollen. - Die USA führen überall auf der Welt ihre Schmutzigen Kriege um Waffen zu verkaufen und um Rohstoffe fremder Länder unter Ihre Kontrolle zu bringen.
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Unsere Politiker mach hier mit und sind somit MITSCHULDIGE und eigentlich vor den Internationalen Gerichtshof zu zitieren wegen Beihilfe zum VÖLKERMORD !!!

Herr Walter Gerhartz

17.08.2015, 11:16 Uhr

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