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16.12.2015

08:41 Uhr

US-Präsidentschaftswahlkampf

Ein Elefant namens Donald Trump

VonFrank Wiebe

Zum fünften Mal duellierten sich die Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner im TV. Erneut im Mittelpunkt: Donald Trump. Der Milliardär wirkte besonnener als üblich – und bekräftigte seine Parteiverbundenheit.

US-Präsidentschaftswahl

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New YorkNoch haben die USA einen Präsidenten: Barack Obama. Doch der wird 2016 einen Nachfolger finden, er darf nicht mehr kandidieren. Die republikanische Partei sieht die Chance gekommen, dem demokratischen Gegenlager den Posten im Weißen Haus abzujagen. Doch dazu müssen die „Elefanten“, so das Wappentier der Partei, erst einmal auf einen eigenen Kandidaten küren. Mittel der Wahl unter anderem: TV-Debatten. In der Nacht fand die fünfte davon im Vorwahlkampf der US-Republikaner statt.

In der Veranstaltung des Fernsehsenders CNN trafen sich die bisher aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten der Partei. Namentlich fanden sich Donald Trump der texanische Senator Ted Cruz, New Jerseys Gouverneur Chris Christie, Senator Rand Paul aus Kentucky, sein Kollege Marco Rubio aus Florida, die Ex-Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina, der Neurochirurg Ben Carson, Ohios Gouverneur John Kasich und der ehemalige Gouverneur von Florida, Jeb Bush in Las Vegas ein.

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Mit seiner Forderung nach einem US-Einreiseverbot für Muslime hat Donald Trump erneut für Aufregung gesorgt. Bei Twitter stänkerte sogar Schriftstellerin J.K. Rowling gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

Der umstrittene, aber mit guten Umfragewerten punktende Donald Trump hat dabei auf mehrere Nachfragen hin betont, auf jeden Fall für die Republikaner ins Rennen zu gehen. „Das werde ich tun, ganz ehrlich“, sagte er und schloss aus, als Unabhängiger anzutreten. Er habe eine Menge Leute in der Partei kennen und respektieren gelernt, sagte er. Freilich betonte er auch mehrfach, er sei führend in den Meinungsumfragen – das scheint ein wichtiger Punkt bei seinem Bekenntnis zu sein.

Für die Partei ist das sowohl Fluch als auch Segen. Denn Trump liegt in Umfragen vorn, vergrätzt aber mit seinen extremen, über alle Maßen provozierenden und polarisierenden Aussagen selbst die eigene Partei. Politisch geht der Immobilienmilliardär trotz allem als unwählbar. Andererseits fällt es den Republikanern seit Jahren schwer, einen charismatischen Kandidaten zu stellen.

Ein klares Programm in der für die USA üblichen Fernsehdebatte hatte nur der Außenseiter Rand Paul vorzuweisen. Er warf beiden großen Parteien vor, Amerika in den Ruin zu treiben, die Demokraten durch Sozialleistungen, die Republikaner durch Militär-Ausgaben. Das will er stoppen. Die anderen Kandidaten versprachen in mehr oder minder ähnlichen Worten, die USA wieder groß und vor allem sicher zu machen. Trump wiederholte seinen Vorschlag, auch gegen Familienmitglieder von Terroristen vorzugehen und sie notfalls zu töten – allein Jeb Bush, Bruder des ehemaligen US-Präsidenten, attackierte ihn deswegen.

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