Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.07.2015

20:32 Uhr

US-Präsidentschaftswahlkampf

Jeb Bush veröffentlicht Steuerunterlagen

Jeb Bush hat seine Steuerunterlagen veröffentlicht. Mit den 1150 Seiten aus 33 Jahren erhöht der Republikaner den Druck auf die Konkurrenz: Das Privatvermögen von Kandidaten ist stets ein großes Thema im US-Wahlkampf.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush hat seine Steuererklärungen aus den letzten 33 Jahren öffentlich gemacht. ap

Jeb Bush

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush hat seine Steuererklärungen aus den letzten 33 Jahren öffentlich gemacht.

WashingtonDer republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush hat seine Steuererklärungen der vergangenen drei Jahrzehnte offengelegt. Die am Dienstag veröffentlichten Dokumente zeigen, dass der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush im Jahr 2013 rund 7,4 Millionen Dollar (6,6 Millionen Euro) verdient hat. Seit Ende seiner Amtszeit als Gouverneur von Florida vor acht Jahren machte Bush demnach 29 Million Dollar, vor allem durch seine Beratertätigkeiten für Investmentbanken und durch Redehonorare.

Die 1150 Seiten an Steuerunterlagen umfassen einen Zeitraum von 33 Jahren und sind auf der Website von Bush einzusehen. Im Schnitt zahlte er den Angaben zufolge einen Steuersatz von 36 Prozent. Der Ex-Gouverneur erhöht mit der Veröffentlichung den Druck auf seine Mitbewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur und auch auf die als Favoritin für die Demokraten-Kandidatur gehandelte Hillary Clinton.

Die privaten Finanzen von Politikern sind in US-Wahlkämpfen ein großes Thema. Vor vier Jahren musste sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney rechtfertigen, weil er trotz eines Multimillionenvermögens nur einen Steuersatz von 14 Prozent zahlte.

Bush hatte seine Präsidentschaftsbewerbung Mitte Juni offiziell erklärt. Der Ex-Gouverneur gilt als Liebling des Establishments seiner Partei. Zu seinen Konkurrenten gehören unter anderen die Senatoren Marco Rubio, Ted Cruz und Rand Paul. Am Dienstag stieg New Jerseys Gouverneur Chris Christie ins Rennen ein. Erwartet wird zudem die Bewerbung von Wisconsins Gouverneur Scott Walker und Ohios Gouverneur John Kasich.

Diese Termine werden dieses Jahr für die US-Wirtschaft noch wichtig

9. Januar

Erste Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen des Jahres.

30. Januar

Das Handelsministerium veröffentlicht die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

3. Februar

Die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Janet Yellen, feiert ihr erstes Amtsjubiläum.

15. März

Bis dahin muss der Kongress die selbstgesteckte Schuldengrenze der USA erhöhen oder für einen weiteren Zeitraum aussetzen, damit die Regierung weiter ihre Rechnungen bezahlen kann.

27. März

Dritte und letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

17. April

Letzte Bekanntgabe der Inflationsrate vor einer möglicherweise entscheidenden Zinssitzung der Fed.

30. April

Die Fed könnte bei der Sitzung ihres Offenmarktausschusses die erste Zinserhöhungen seit 2006 ankündigen.

3. Juni

Die Regierung legt die US-Außenhandelsbilanz für 2014 vor.

Ende August

Notenbanker aus aller Welt ziehen sich zu einem Gedankenaustausch im amerikanischen Jackson Hole (Wyoming) zurück.

4. Dezember

Letzte Vorlage der US-Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr

22. Dezember

Letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im Jahr 2015

Bei den Demokraten hat Ex-Außenministerin Clinton einen klaren Favoritenstatus. Die Vorwahlen beider Parteien beginnen Anfang kommenden Jahres, gekürt werden die Kandidaten auf Parteitagen im Sommer 2016. US-Präsident Barack Obama darf bei der Wahl im November 2016 nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×